Aprilscherz 2015

electric i-mobile ermöglicht Fitnesstraining ohne Anstrengung

| Autor: Thomas Kuther

Ein Pedelec-Antrieb vom Wertstoffhof verwandelt den alten Heimtrainer in ein hypermodernes "electric i-mobile"
Ein Pedelec-Antrieb vom Wertstoffhof verwandelt den alten Heimtrainer in ein hypermodernes "electric i-mobile" (Bild: Thomas Kuther)

Mit einer genialen Erfindung revolutioniert ein Tüftler aus dem Süden Münchens die Fitnessbranche. Wenn einem Fitnessfreak das Fahrradfahren auf dem Heimtrainer zu anstrengend ist, kann er diesen nun mit einem Pedelec-Antrieb ausrüsten und so mühelos und ohne Anstrengung trainieren. Mit einer entsprechenden App geht das sogar von unterwegs.

Fitnesstraining kann ganz schön anstrengend sein. Diese Erfahrung hat auch Horst Hochwind aus Sauerlach gemacht, wenn er sich mühsam auf seinem Fahrrad-Heimtrainer abquälte, um die selbst gesetzte Vorgabe von 50 Kilometern mit Schwierigkeitsstufe 3 zurückzulegen. „Das muss doch einfacher gehen“, dachte sich der Elektroniktechniker im Ruhestand und kam auf eine geniale Idee: Warum den Heimtrainer nicht einfach mit einem Pedelec-Antrieb ausstatten, beim Fahrrad funktioniert das schließlich auch!

Gesagt, getan: Auf dem Wertstoffhof fand sich ein Schrott-Pedelec mit Rahmenbruch, dessen Antrieb noch brauchbar war. „Dieser Fund kam mir gerade recht“, freut sich der Tüftler. „Der Bosch-Motor mit Steuerelektronik war schnell ausgebaut und in den Heimtrainer verpflanzt. Bereits beim ersten Test konnte ich die 50 Kilometer auf Stufe 3 schneller als vorher und zudem ohne große Anstrengung zurücklegen.“

Trainieren von unterwegs – dank App

Aber damit war der Tüftler noch lange nicht zufrieden: „Der Bosch-Antrieb basiert auf dem CAN-Bus, und der kann schließlich mehr.“ Seine Idee: eine Smartphone-App, mit der man von jedem Ort aus trainieren kann, also auch, wenn man nicht zuhause ist. Und so wurde der Heimtrainer kurzerhand ins Internet der Dinge eingebunden, eine entsprechende App fürs i-Phone geschrieben und getestet.

„Beim Test der App erkannte ich ein erstes Problem“, erklärt Hochwind, „Wenn ich nicht auf dem Heimtrainer sitze und in die Pedale trete, rührt sich nichts, weil ein Pedelec ja nur die Kraft des Radfahrers verstärkt. Ein Pedelec kann also nicht fahren, wenn niemand in die Pedale tritt – so ist es auch Vorschrift.“

Verkehrsvorschriften gelten im heimischen Wohnzimmer nicht

Aber da das heimische Wohnzimmer schließlich kein öffentlicher Verkehrsraum ist, kann ein cleverer Bastler diese Vorschrift leicht umgehen und mit einer entsprechenden Modifikation in der Bordelektronik dafür sorgen, dass der E-Motor auch ohne Pedalbewegung läuft.

„Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich die bei Pedelecs obligatorische Beschränkung der Motorunterstützung auf 25 Kilometer pro Stunde aufgehoben – jetzt schaffe ich mit dem Heimtrainer glatt 60 Sachen!“

Die Idee kam in Hochwinds Bekanntenkreis übrigens äußerst gut an, wie er versichert: „Mittlerweile habe ich schon die Heimtrainer von fünf Bekannten entsprechend umgerüstet und weitere Interessenten stehen auf meiner Warteliste. Fit bleiben will schließlich jeder, aber dafür anstrengen will sich keiner. Mühelos fit – mit meiner Erfindung geht das! Und weil die Nachfrage so groß ist, werde ich die Idee im großen Stil vermarkten und sammle derzeit Geld auf einer Kraut-Plattform, um den Umbau von Heimtrainern zu electric i-mobilen zu finanzieren. i-mobile heißt es, weil es im Gegensatz zum Fahrrad nicht mobil ist – also immobil oder i-mobil.“

Auf www.elektronikpraxis.de ist Horst Hochwind übrigens kein Unbekannter: Vor drei Jahren entdeckte er den Ethanol-Quanteneffekt, der die Funktion von so genannten Schnapsdrosseln erklärt. Wir haben darüber berichtet:

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posted am 01.04.2015 um 08:55 von Unregistriert


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