Medizintechnik

Elektromagnete für mobile Applikationen

| Redakteur: Margit Kuther

RED Magnetics: Verarbeitung eines Rahmenmagneten ITS-LS1110M-IP in einer Insulinspritze
RED Magnetics: Verarbeitung eines Rahmenmagneten ITS-LS1110M-IP in einer Insulinspritze (Bild: Fotolia)

Der Einsatz von Elektromagneten in medizinischen mobilen Applikationen scheitert oft an der Energieversorgung. Red Magnetics und Intertec bieten nun eine Lösung für dieses Problem an.

Beim Einsatz von Elektromagneten in mobilen, medizinischen Applikationen wie Injektor-Pens zur Insulinverabreichung bei Diabetespatienten kann es aufgrund der niedrigen Versorgungsspannung ein Kraftverlust auftreten. Dem Hersteller und Dienstleister für Elektromagnete Red Magnetics ist es nun gemeinsam mit der Fachabteilung Magnete des Distributors Intertec Components gelungen, diesen Kraftverlust mithilfe einer besonderen Leichtbauweise zu kompensieren. Durch Überbestromung kann die Injektionsnadel zudem schneller und somit nahezu schmerzlos für den Anwender bewegt werden.

Wiederverwendbarkeit der Injektor-Pens

Waren nämlich bisher alle Injektornadeln Einweg-Produkte, so können diese zukünftig mehrfach verwendet werden. Bei Handgeräten sollen die einzelnen Komponenten möglichst klein und leicht sein. Das Dilemma hier ist, dass man nicht wie im Automobilbau einfach auf leichtere Materialien zurückgreifen kann. Denn um eine gewisse Kraft zu erzeugen, werden sowohl bestimmte Materialien als auch gewisse Mindestmaße des Materials benötigt. Eine Überbestromung kann Abhilfe schaffen, indem für eine gewisse Zeit ein Magnet, dessen Wicklung für 12 VDC vorgesehen ist, auch mit 24 oder 48 VDC betrieben wird und dieser somit mehr Kraft hat. Weitere Spannungen auf Anfrage.

Beliebte Bauformen D-Frames und Zylinder

RED Magnetics: „stick and fix“-Methode bei Zylindermagneten
RED Magnetics: „stick and fix“-Methode bei Zylindermagneten (Bild: Intertec)

Beliebte Bauformen sind in diesen mobilen Applikationen D-Frames und Zylinder. Je nach Möglichkeit der Anbindung in den Geräten gibt es Kunden, die bei den Rahmenmagneten die seitliche oder stirnseitige Befestigungsmöglichkeit präferieren oder die überaus einfache „stick and fix“-Methode der Zylindermagnete.

Individuelle Lösungen für verschiedene Applikationen

Verschiedene Applikationen bedürfen verschiedener Lösungen was die Anbindung der Aktoren betrifft. Hier kann es entweder die spezielle Bauform der Applikation sein, die eine andere Anbindung nicht zulässt oder eine Überlegung, wie man das System beispielweise bei Servicearbeiten noch schneller umbauen kann. Erwähnenswert ist hier das einfache „stick and fix“-System. Der Magnet hat ein Gewinde und eine Mutter.

Einfache Montage dank „stick and fix“-System

RED Magnetics: stirnseitige Fixierung bei Rahmenmagneten
RED Magnetics: stirnseitige Fixierung bei Rahmenmagneten (Bild: Intertec)

Man benötigt für die Befestigung nur ein Lochblech, steckt den Magnet durch das Loch und kontert mit der Mutter. Vorteil dieser Methode ist es, dass man keine Schrauben definieren muss, die Stabilität ist deutlich höher als bei Schraubgewinden und ein Monteur benötigt im Servicefall nur einen Schraubenschlüssel und muss nicht mehrere Schrauben so lagern, dass diese nicht verloren gehen wenn es um den Wiedereinbau geht.

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