Betriebswirtschaftliche Software Elektroindustrie investiert in mobile Apps, CRM und Dokumentenmanagement

Redakteur: Franz Graser

Die Studie „IT im Mittelstand“ hat zwei Trends der deutschen Elektroindustrie zutage gefördert: Einmal plant die Branche weitere Aktivitäten im Ausland. Und zum zweiten wird die IT-Infrastruktur um CRM- und DMS-Lösungen erweitert.

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Im Zuge der Erweiterung der Geschäftstätigkeit im In- und Ausland baut die deutsche Elektroindustrie auch ihre IT-Infrastruktur aus.
Im Zuge der Erweiterung der Geschäftstätigkeit im In- und Ausland baut die deutsche Elektroindustrie auch ihre IT-Infrastruktur aus.
(Bild: Rehau AG)

Im Auftrag von Sage Software befragten die Marktforscher von Raad Research im Frühjahr 2012 insgesamt 163 Entscheider aus den Finanz- und IT-Abteilungen ihrer Betriebe. 87 Prozent der Befragten kommen aus mittelständischen Betrieben mit einer Belegschaft zwischen 100 und 499 Mitarbeitern.

Benerkenswert ist, dass 21 Prozent der teilnehmenden Betriebe, also jedes fünfte befragte Elektrounternehmen, innerhalb der kommenden beiden Jahre neue Niederlassungen im In- und Ausland planen. 71 Prozent der Befragten sind bereits im Ausland vertreten. „Damit steigen die Anforderungen an eine IT-basierte internationale Vernetzung in der Elektroindustrie“, meint Franz Bruckmaier, der Leiter des Geschäftsbereichs Mittelstand beim Softwarehersteller Sage. „Lokale Insellösungen und wenig integrierte Softwaresysteme werden hier kaum bestehen können“, folgert Bruckmaier aus den Resultaten.

Zu den wichtigsten Investitionsfeldern der Elektroindustrie zählen mobil einsetzbare Applikationen. 69 Prozent verwenden zwar schon solche Apps, um ihre betrieblichen Prozesse zu unterstützen. Allerdings wollen 34 Prozent noch weitere mobile Apps einsetzen. So wird zum Beispiel von 74 Prozent eine mobile App für die Lagerlogistik genannt, 39 Prozent wünschen sich eine mobile Datenerfassung in der Fertigung und immerhin noch jeder Zehnte hätte gerne eine mobile Lösung für die Analyse von Geschäftszahlen.

Die befragten Unternehmen der Elektrobranche sind mit der Leistungsfähigkeit ihrer Business-IT größtenteils zufrieden.
Die befragten Unternehmen der Elektrobranche sind mit der Leistungsfähigkeit ihrer Business-IT größtenteils zufrieden.
(Bild: Sage Software)
Beim Ausbau der klassischen IT-Lösungen stehen vor allem die Bereiche Kundenbeziehungsmanagement (Customer Relationship Management, CRM) und Dokumentenmanagement (DMS) im Fokus. Die Befragung ergab, dass 31 Prozent der Teilnehmer an der Befragung noch kein dezidiertes CRM verwenden. Elf Prozent planen jedoch, in eine Lösung aus dem CRM-Segment zu investieren, vier Prozent wollen ihre bereits installierten Programme entweder erweitern oder ablösen.

Ein bisschen höher liegen die Zahlen beim Dokumentenmanagement: 39 Prozent der Befragten haben noch keine eigene Archivierungslösung im Einsatz, 15 Prozent wollen sich jedoch eine anschaffen und vier Prozent ein bestehendes CRM-Paket entweder erweitern oder ersetzen.

Die Studie zeigt aber auch, dass es noch Baustellen gibt, so zum Beispiel im Business-Intelligence-Bereich. 20 Prozent, also jeder fünfte Umfrageteilnehmer, beklagen, dass sie aus ihrer Unternehmens-IT Reports entweder überhaupt nicht oder nur mit hohem manuellem Aufwand generieren können (siehe Grafik). „Diese Unternehmen arbeiten nicht nur ineffizient, sondern sie haben auch ein Wissensdefizit“, gibt der Sage-Bereichsleiter Bruckmaier zu bedenken.

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