Suchen

Elektroindustrie erzielte 2018 Rekordumsatz – brach aber zum Jahresende ein

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Die deutsche Elektroindustrie hat 2018 Rekordumsätze erzielt. Der Gesamterlös stieg auf 195 Mrd. Euro, 1,9% mehr als im Vorjahr, teilte der Branchenverband ZVEI mit. Allerdings blieb der Umsatz hinter der ursprünglichen Prognose zurück – was vor allem an einem schlechten Dezemberverlauf lag.

Firmen zum Thema

Die deutsche Elektronindustrie hat 2018 Rekurdumsätze erzielt. Ein Rückgang an Großaufträgen im Dezember verpasste der Branche allerdings einne Dämpfer.
Die deutsche Elektronindustrie hat 2018 Rekurdumsätze erzielt. Ein Rückgang an Großaufträgen im Dezember verpasste der Branche allerdings einne Dämpfer.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Im Januar hatte der ZVEI noch mit etwas mehr Umsatz gerechnet. Damals ging er von 197 Milliarden aus. Die Auftragseingänge gingen 2018 zudem leicht zurück gemessen am Vorjahr. Dagegen wuchs die Produktion preisbereinigt um 1,9 Prozent.

Ein schlechter Dezember beendet ein Rekordjahr

Der deutschen Schlüsselindustrie machte ein schwaches Jahresende einen Strich durch die Rechnung. Der Umsatz der exportorientierten Branche fiel im Dezember um 11,5% gemessen am Vorjahresmonat, da sich vor allem Kunden aus Deutschland und der übrigen Eurozone zurückhielten. Die Auftragseingänge schrumpften ferner um 12,2% binnen Jahresfrist. „Anders als 2017 gingen in diesem Monat keine Großaufträge ein“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann.

Im laufenden Jahr rechnet die Elektroindustrie mit einem neuerlichen Umsatzanstieg auf mehr als 200 Milliarden Euro. Die Produktion soll bereinigt um Preiseffekte leicht um 1 % wachsen.

Das Geschäftsklima in der Branche habe sich zum Jahresstart kaum verändert, erklärte Gontermann. „Zwar fiel die Beurteilung der aktuellen Lage jetzt deutlich ungünstiger aus als noch im Dezember, dafür erholten sich aber die Erwartungen spürbar.“ Die Elektrounternehmen hätten ihre Produktionspläne nach dem schwachen Jahresende wieder nach oben korrigiert und seien hoch ausgelastet.

(ID:45734661)