Elektroexporte knacken erstmals 100-Milliarden-Euro-Grenze im Halbjahr

| Redakteur: Katharina Juschkat

ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann zum Wachstum des globalen Elektromarkts: „Für 2018 und 2019 erwarten wir Zuwächse von 5 und 4 %.“
ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann zum Wachstum des globalen Elektromarkts: „Für 2018 und 2019 erwarten wir Zuwächse von 5 und 4 %.“ (Bild: ZVEI/Frederik Böttcher)

Die deutschen Elektroexporte sind im ersten Halbjahr 2018 um 4,3 % gewachsen und knacken mit 101,7 Milliarden Euro erstmals die 100-Milliarden-Euro-Grenze.

Wie der ZVEI berichtet, kommen die deutschen Elektroexporte im ersten Halbjahr 2018 auf 101,7 Milliarden Euro und knacken damit erstmals die 100-Milliarden-Euro-Marke im ersten Halbjahr. Das entspricht einem Anstieg von 4,3 % gegenüber dem Vorjahr.

Abnehmerland USA verzeichnet leichtes Minus

Die Branchenausfuhren in die Industrieländer erhöhten sich im ersten Halbjahr um 3,2 % auf 66 Milliarden Euro. Die Exporte in die Schwellenländer wuchsen doppelt so stark um 6,5 % auf 35,7 Milliarden Euro. Im Ranking der größten Abnehmer gab es in der ersten Jahreshälfte kaum Änderungen: Ins erstplatzierte China gingen mit 10,2 Milliarden Euro 12,2 Prozent mehr Ausfuhren als im Vorjahr. In den USA auf Rang 2 wurden 8,5 Milliarden Euro abgesetzt – ein Minus von 0,9 Prozent. Frankreich bleibt Dritter.

Der höchste Zuwachs unter den Top-Ten-Abnehmerländern wurde mit den Niederlanden erzielt (+ 14,3 % auf 5,4 Milliarden Euro). Sie verdrängten Großbritannien auf Platz 5. Die Lieferungen ins Königreich gingen im ersten Halbjahr leicht um 0,7 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro zurück.

China bleibt auf Platz 1

Der globale Elektromarkt wuchs im vergangenen Jahr nach Berechnungen des ZVEI um 6 % auf 4.223 Milliarden Euro. „Für 2018 und 2019 erwarten wir Zuwächse von 5 und 4 %“, erklärt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Dabei sollte der asiatische Markt stärker wachsen als der amerikanische und der europäische.

Die größten Einzelländermärkte lagen auch 2017 in China, den USA, Japan, Südkorea und Deutschland. China könnte dieses Jahr um 7 % und nächstes Jahr um 6 % wachsen, die USA immerhin um 5 % 2018 und 4 % 2019. Der deutsche Markt soll 2018 4 % und 2019 3 % zulegen.

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