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Elektromobilität Elektrobus lädt über Kontaktsystem auf dem Dach schnell nach

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Elektrobusse sind eine umweltfreundliche Alternative zu Dieselfahrzeugen. Fraunhofer-Forscher haben gemeinsam mit mehreren Projektpartnern ein Konzept entwickelt, um die Linienbusse im laufenden Betrieb schnell nachladen zu können. Das System ist seit November 2014 in Dresden im Test.

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Seit Februar dieses Jahres fährt der EDDA-Bus auf einer neuen, 20 Kilometer langen Strecke.
Seit Februar dieses Jahres fährt der EDDA-Bus auf einer neuen, 20 Kilometer langen Strecke.
(Bild: Fraunhofer IVI)

Elektrofahrzeuge sollen den Stadtverkehr künftig umweltfreundlicher gestalten. Um diese Vision umzusetzen, bieten sich Busse im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an: Feste Routen und Haltestellen erleichtern es, die dafür nötige Infrastruktur zu planen und bereitzustellen. Darüber hinaus haben öffentliche Verkehrsmittel Vorbildfunktion.

"Elektrobusse werden sich aber nur durchsetzen, wenn sie sich etablierten Betriebsabläufen anpassen und nicht zu einem Mehrbedarf an Fahrzeugen oder Personal führen", sagt Dr. Thoralf Knote vom Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI. Dies birgt einige Herausforderungen: Linienbusse legen am Tag bis zu 400 Kilometer zurück, ohne in den Betriebshof zurückzukehren.

Um die nötige elektrische Energie abzudecken, wären riesige Speicher nötig, für die im Bus nicht genügend Raum zur Verfügung steht. Die Alternative: Der Energiespeicher im Fahrzeug muss im laufenden Betrieb in kurzer Zeit wieder aufgeladen werden, etwa während der Wendezeiten an den Endhaltestellen. Dies setzt eine hohe Ladeleistung voraus.

Kontaktsystem zum Nachladen auf dem Dach des Busses angebracht

Fraunhofer-Wissenschaftler haben im Projekt "EDDA-Bus" mit mehreren Partnern eine Lösung erarbeitet, die ein schnelles und unkompliziertes Nachladen ermöglicht. "EDDA-Bus" ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF geförderten Verbundprojekts "Schnellladesysteme für Elektrobusse im ÖPNV". Die Entwicklung basiert auf vier Kerntechnologien:

So konzipierte das Dresdener Unternehmen M&P GmbH eine Ladestation mit sehr hohen Ladeleistungen. Die Hoppecke Advanced Battery Technology GmbH lieferte spezielle Batterien, die für solch hohe Leistungsaufnahmen ausgelegt sind. Für die Anpassung der Leistungselektronik zeichnet die Vossloh Kiepe GmbH verantwortlich. Herzstück der Entwicklung ist das Kontaktsystem, das sich auf dem Dach des Busses befindet – diesen Teil hat das IVI gemeinsam mit der Schunk Bahn- und Industrietechnik GmbH umgesetzt.

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