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FIA Formel E Elektroboliden überzeugen in den Straßen von Berlin

| Autor: Thomas Kuther

Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen hat die deutsche Hauptstadt Berlin die Formel E empfangen. Nicht nur die äußeren Bedingungen machten gute Laune; auch die packenden Sessions auf der Rennstrecke ließen insgesamt 14.000 Fans mitfiebern.

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Elektrisch auf den Straßen von Berlin: Die Boliden der FIA Formel E am 21. Mai 2016
Elektrisch auf den Straßen von Berlin: Die Boliden der FIA Formel E am 21. Mai 2016
(Bild: Margit Kuther)

Das deutsche Gastspiel der FIA Formel E-Weltmeisterschaft in Berlin endete mit einem großen Erfolg für das Team Renault e.dams: Sébastien Buemi gewann den spannenden ePrix. Die Plätze 2 und 3 belegten Daniel Abt und Lucas di Grassi vom Rennstall Abt Schaeffler Audi Sport.

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Buemi ging von Startplatz zwei in der ersten Startreihe ins Rennen und konnte mit einem mutigen Manöver in der ersten Spitzkehre die Führung übernehmen. Kurz darauf übernahm zwar der von der Pole Position gestartete Jean-Eric Vergne mit einem Überraschungsmanöver wieder die Führung, doch nur einige Umläufe später konterte Buemi entschlossen. Als Spitzenreiter teilte sich der Schweizer den Energievorrat seines 100% elektrischen Boliden clever ein und kontrollierte das Rennen.

Gegen Rennmitte absolvierten die Piloten den vom Reglement vorgeschrieben Fahrzeugwechsel. Buemi lag im Renault Z.E.15 weiter in Fronti. Wenige Umläufe vor Schluss geriet der souveräne Buemi doch noch einmal unter Druck, denn die Rennleitung schickte das Safety Car auf die Strecke, um ein liegengebliebenes Fahrzeug bergen zu können. Der Schweizer blieb auch beim Neustart Herr der Lage und brachte seinen dritten Saisonsieg – den mittlerweile sechsten ePrix-Sieg seiner Karriere – sicher nach Hause.

Sein Teamkollege Nicolas Prost musste sich derweil in einem Dreikampf mit dem vor ihm fahrenden Daniel Abt und dem hinter ihm liegenden Abt-Teamkollegen Lucas di Grassi behaupten. Nach mehreren vergeblichen Attacken zwängte sich der WM-Führende aus Brasilien an Prost vorbei auf Position drei.

Im freien Training am Vormittag hatte Buemi unter voller Ausnutzung des Leistungsvorrats seines Renault Z.E.15 eine Bestzeit von 57,648 Sekunden erzielt. Allerdings verursachte der Schweizer auch eine Trainingsunterbrechung, als er sich den Frontflügel seines Rennes an der Streckenbegrenzung abriss.

„Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie glücklich ich über diesen Sieg bin“, freut sich Sébastien Buemi. „Das sind richtig viele Punkte für die WM-Wertung und das ist wichtig. Jetzt muss ich mich auf die beiden letzten Rennen konzentrieren. Ich habe Vergne gleich nach dem Start überholt, aber dann zu viel Energie verbraucht. Also habe ich etwas Tempo rausgenommen, denn wenn du in den ersten Runden zuviel verbrauchst, bezahlst du die nächsten 15 dafür. So konnte mich JEV wieder packen. Doch als er nach vier oder fünf Runden etwas sparsamer fahren musste, platzierte ich meine Attacke. Ich baute die Führung aus und sparte dann wieder Energie, um mir eine kleine Reserve für den Angriff auf die schnellste Rennrunde anzulegen. Die habe ich leider knapp verpasst. Im zweiten Auto habe ich nochmals versucht, die schnellste Runde zu fahren. Dass auch das nicht klappte, bleibt heute das einzige enttäuschende Detail. Es wurde noch mal ziemlich eng, als das Safety Car raus kam – glücklicherweise konnte ich den Sieg ins Ziel bringen. Ich finde, wir dürfen uns über dieses Ergebnis freuen, denn das Team hat sehr hart gearbeitet und einen fantastischen Job gemacht. Aber ich denke schon an London und wie wir dort agieren müssen.“

Die letzten beiden Saisonläufe der Formel E Saison 2015/2016 finden am 2. und 3. Juli in London statt. Lucas di Grassi reist als Tabellenführer mit einem Punkt Vorsprung auf den Zweitplatzierten Sébastien Buemi an. In der Teamwertung belegt das einzige deutsche Team im Feld den zweiten Rang.

Die Höhepunkte des Rennens:

Höhepunkte des Qualifyings:

Höhepunkte des freien Trainings:

Gesamtwertung Teams nach acht von zehn Rennen:

1. Renault e.dams, 202 Punkte

2. ABT Schaeffler, 191 Punkte

3. Virgin, 119 Punkte

4. Dragon, 112 Punkte

5.Mahindra, 73 Punkte

6. Venturi, 64 Punkte

7. Andretti, 49 Punkte

8. Team Aguri, 24 Punkte

9. NextEV TCR, 14 Punkte

Gesamtwertung Fahrer nach acht von zehn Rennen:

1. Lucas di Grassi, 141 Punkte

2. Sébastien Buemi, 140 Punkte

3. Sam Bird, 82 Punkte

4. Jérôme d’Ambrosio, 64 Punkte

5. Nicolas Prost, 62 Punkte

6. Stéphane Sarrazin, 59 Punkte

7. Daniel Abt, 50 Punkte

8. Loïc Duval, 48 Punkte

9. Nick Heidfeld, 47 Punkte

10. Robin Frijns, 45 Punkte

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