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Elektromobilität Elektroauto soll mehr als 650 km/h schaffen

| Redakteur: Peter Koller

Große Ziele hat sich ein Team der Ohio State University gesteckt: Ihr Elektroauto Buckeye Bullet 3 soll schneller als 400 mph (ca. 650 km/h) fahren. Die Leute wissen, wovon sie reden. Mit dem Vorgänger Bucket Bullet 2.5 halten sie den aktuellen E-Auto-Weltrekord von 307,7 mph (495 km/h).

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Buckeye Bullet 3 soll Geschwindigkeiten von mehr als 650 km/h erreichen.
Buckeye Bullet 3 soll Geschwindigkeiten von mehr als 650 km/h erreichen.
(Fotos: Bild: Ohio State University )

Das Center for Automotive Research (CAR) arbeitet seit rund zehn Jahren an elektrisch betriebenen Rekordfahrzeugen. und hält mit 307,7 mph den Rekord für batteriebetriebene E-Autos. Erzielt wurde der Rekord mit dem Fahrzeug Buckeye Bullet 2.5 am 24. August 2010 auf den Bonneville Salt Flats (Utah).

Das Rekordfahrzeug ist extrem schmal, knapp 12 Meter lang mit einer Bodenfreiheit von weniger als vier Zentimetern.

Mit dem Nachfolger Buckeye Bullet 3 (BB3), der von Grund auf neu entwickelt wird, soll in Kürze der Weltrekord weiter nach oben geschraubt werden.

Vorhang auf für das Ohio Supercomputer Center (OSC): Denn vor allem durch ausgefeilte Simulationen soll die Aerodynamik von BB3 im Vergleich zum Vorgänger massiv optimiert werden.

Das dient nicht nur dem Tempo, sondern auch der Sicherheit des Fahrers. Chefingenieur Cary Bork: "Bei solchen Geschwindigkeiten entstehen Schockwellen unterhalb des Fahrzeugs, die Auftrieb erzeugen. Auftrieb ist bei diesem Tempo ein Effekt, den man definitiv nicht haben will..."

Durch die Simulationen auf einem IBM 1350 Opteron Cluster am OSC soll das Entstehen der Schockwellen so weit als möglich reduziert werden.

Zum Einsatz kommt dabei die Open-Source CFD-Software (Computational Fluid Dynamics) OpenFOAM, das Design des Fahrzeugs entsteht hauptsächlich in Catia.

Angetrieben wird BB3 von zwei bei Venturi entwickelten und gebauten Motoren, die Energie liefern prismatic A123-Lithium-Ionen-Batterien.

Bis zum Ende des Sommers soll die Designphase abgeschlossen sein, der Bau und das Testen des Fahrzeugs dürften etwa ein Jahr in Anspruch nehmen.

Im Herbst 2012 geht es dann wieder auf den Salzsee von Bonneville, Rekorde brechen.

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