Viertes Plus in Folge Elektro-Industrie erholt sich weiter von Corona-Pandemie

Redakteur: Sebastian Gerstl

Die deutsche Elektroindustrie hat sich weiter von der Corona-Krise erholt. Im Dezember stiegen die Auftragseingänge dank einer starken Inlandsnachfrage um 13% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie der Branchenverband ZVEI am Dienstag in Frankfurt mitteilte.

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Das Geschäftsklima in der Elektronindustrie steigt weiter, auch wenn die wirtschaftliche Lage noch weiter deutlich unter dem Vorkrisenniveau verbleibt. Für das gesamte vergangene Jahr verzeichnet die deutsche Elektroindustrie noch einen Auftragsrückgang von 3,3 Prozent.
Das Geschäftsklima in der Elektronindustrie steigt weiter, auch wenn die wirtschaftliche Lage noch weiter deutlich unter dem Vorkrisenniveau verbleibt. Für das gesamte vergangene Jahr verzeichnet die deutsche Elektroindustrie noch einen Auftragsrückgang von 3,3 Prozent.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

„Es war das nunmehr vierte Plus in Folge“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. Für das gesamte Jahr verbuchte die Branche damit noch einen Auftragsrückgang von 3,3%.

Generell Zeichen auf Besserung

Auch bei den anderen Kennzahlen stehen die Zeichen auf Besserung. Die um Preiseffekte bereinigte Produktion stieg um Dezember um 4,5% zum Vorjahresmonat, so dass das Minus im Gesamtjahr noch bei 6,1% lag.

Der Umsatz der Branche mit rund 873 000 Beschäftigten kletterte zum Jahresende zudem kräftig um 7,2%. Auf Jahressicht stehe ein Minus von 5,1% auf 180,5 Milliarden Euro.

Nach den kräftigen Einbußen im Corona-Krisenjahr 2020 rechnet die Elektroindustrie in diesem Jahr mit einem Wachstum der Produktion um 5%. Damit würden etwa zwei Drittel der Verluste aus dem vergangenen Jahr aufgeholt.

In diesem Januar habe sich das Geschäftsklima weiter aufgehellt, so der Verband. Eine Rückkehr zum Vorkrisenniveau erwartet er aber erst im Laufe des Jahres 2022.

Konjunkturelle Gesamtlage weiterhin unsicher

„Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat sich im Januar weiter aufgehellt und ist den nunmehr neunten Monat hintereinander gestiegen“, so Gontermann. „Sowohl die Bewertung der aktuellen Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen deutlich besser aus als im Vormonat.“

Auch die Exporterwartungen kamen weiter voran. Gleichwohl mahnte Gontermann, dass aufgrund der aktuell weiterhin unsicheren Konjunkturlage erneute zwischenzeitliche Rücksetzer nicht auszuschließen sind.

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