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Cityflitzer Elektro-Einsitzer Colibri bietet wetterfeste und sichere Mobilität

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Das Jenaer Unternehmen Innovative Mobility Automobile (IMA) hat den batteriebetriebenen Elektro-Einsitzer Colibri vorgestellt. Angetrieben von zwei E-Motoren mit einer Spitzenleistung von 24 kW erreicht er bis zu 120 km/h und hat eine Reichweite von rund 110 km.

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Der Elektro-Einsitzer Colibri: rundum alltagstauglich, wetterfest und sicher – zu jeder Jahreszeit
Der Elektro-Einsitzer Colibri: rundum alltagstauglich, wetterfest und sicher – zu jeder Jahreszeit
(Bild: IMA)

Der effiziente Colibri mit geschlossener Fahrgastzelle und großzügigem Kofferraum ist rundum alltagstauglich, wetterfest und sicher – zu jeder Jahreszeit. Vor allem auf engen Straßen, in schmalen Parklücken und bei kurzen Fahrten von Tür zu Tür spielt der Colibri seine Stärken aus. Ob als wendiges Stadtfahrzeug für Kommunen, Carsharing-Anbieter und Lieferservices oder als sparsames E-Mobil für Pendler, der Colibri ist die intelligente Mobilitätslösung für den urbanen Raum. Ende 2014 soll das Fahrzeug in Serienproduktion gehen.

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„Unsere Vision war, ein alltagstaugliches Elektrofahrzeug für die Stadt zu konstruieren, das sicher ist und einfach Spaß macht“, erklärt IMA-Geschäftsführer Thomas delos Santos. „Es sollte sparsam sein, umweltverträglich und leicht kombinierbar mit anderen Verkehrsmitteln. Das ist uns gelungen. Und die Reaktionen zeigen: Mit dem Colibri haben wir den Nerv der Kunden getroffen.“

Passgenaue Technologie für moderne Mobilität

Der Colobri ist ein kompaktes Einpersonen-Fahrzeug, das trotz seiner minimalen Maße von 2,75 m Länge, 1,18 m Breite und 1,30 m Höhe mit einem großzügigen Innenraum aufwartet. Ein spezieller Hubmechanismus erleichtert das Ein- und Aussteigen, Pedalerie und Lenkrad sind verstellbar, sodass sich der Sitz ergonomisch an Fahrergrößen von 1,58 bis 1,98 m anpassen lässt. Der Kofferraum bietet Platz für gut zwei Getränkekisten.

Leichter Rahmen auf Magnesium-Stahl-Basis

Highlight ist der Leichtbau-Rahmen auf Magnesium-Stahl-Basis, der das Fahrzeuggewicht reduziert und so die Verbrauchskosten senkt. Dass die Leichtbauweise nicht auf Kosten der Sicherheit gehen muss, haben die B&W Fahrzeugentwicklung in Wolfsburg und der Entwickler Altair Engineering bewiesen: Als erstes Fahrzeug seiner Klasse wird der Colibri den EURO-NCAP-Crashtest bestehen.

Spritzige Motorisierung mit 24 kW

Für Fahrspaß sorgt der kraftvolle Antrieb, bestehend aus zwei TwinDrive-Motoren der Firma CPM mit einer Spitzenleistung von 24 kW. So erreicht das Leichtgewicht eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h und beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 9,9 s. Die Energie dafür liefert ein leistungsstarker Akku auf Lithium-Eisen-Phosphat-Basis von Axxellon mit einer Kapazität von 6,5 kWh, der eine Reichweite von rund 110 km ermöglicht und sich durch eine lange Lebensdauer sowie kurze Ladezeiten auszeichnet.

Funktionales Design mit Flügeltüre

Bis ins Detail durchdacht ist das Fahrzeugdesign von Christian Böhme. Intensive Entwicklungsarbeit wurde zum Beispiel in die Konstruktion der Flügeltür investiert, um Ergonomie, Wassermanagement, Wirtschaftlichkeit und Design optimal aufeinander abzustimmen. Der Colibri ist mit einer langlebigen Außenhaut ausgestattet, geeignete Bauteile wurden in einem emissionsarmen Polyurethan-Sprühverfahren (PUR-Technologie) hergestellt. Flexible Anbindung Viel Sorgfalt haben die Entwickler auch auf das Interieur verwendet. Die Bedienung basiert auf einer Tablet-Lösung, die flexible und zugleich sichere Schnittstellen bietet. Dadurch kann der Colibri einfach in bestehende Carsharing-Konzepte integriert werden, etwa in Abrechnungs- und Fernwartungssysteme sowie in Flottenmanagement-Software. Außerdem lassen sich alle Funktionen des eigenen Smartphones anzeigen und nutzen. Die Tablet-Lösung ermöglicht dem Fahrer, den Colibri auch aus der Ferne zu steuern, zum Beispiel das Fahrzeug vorzuheizen, den Ladezustand der Akkus zu kontrollieren oder den Fahrzeugstandort festzustellen. Kunden können mit ihrem Smartphone direkt auf ein Carsharing-Fahrzeug zugreifen und ihre persönlichen Einstellungen vornehmen. So kann sich der Fahrer zum Beispiel über eine voreingestellte Route zum Bahnhof navigieren lassen, wo er einen reservierten Parkplatz nutzt und in den Zug umsteigt. Hier zeigt sich die Stärke des Colibri als Baustein für flexible Anschlussmobilität.

Ende 2014 kommt der Colibri auf den Markt

Gemeinsam mit einem erfahrenen Auftragsfertiger und weiteren Industriepartnern wird der Colibri Ende 2014 mit mittelfristig 17.000 Fahrzeugen pro Jahr in Serienproduktion gehen. Der Anschaffungspreis wird unter 10.000 € zuzüglich Akku-Miete liegen. Im Vergleich zu herkömmlichen Kleinstwagen wird der Colibri ein Drittel weniger Mobilitätskosten verursachen.

Ein enormes Marktpotenzial

Ausgehend von einer aktuellen Marktstudie sieht IMA ein Marktpotenzial allein im B2B-Bereich von 500.000 Kunden in Deutschland, vor allem bei Carsharing-Anbietern, Kommunen, Liefer- oder Pflegediensten, für die das Mikromobil wirtschaftlich interessant ist.

Intelligente Verkehrskonzepte sind gefragt

Aber auch bei Privatkunden wächst die Nachfrage nach intelligenten Verkehrskonzepten, die eine Verknüpfung verschiedener Mobilitätsbausteine wie Privatauto, Carsharing, öffentlicher Nahverkehr oder Bahn zulassen. In diesem Mix kann der Colibri über 80% des privaten Mobilitätsbedarfs abdecken.

Gefördertes Forschungsprojekt

Der Entwicklung des Colibri vorausgegangen sind umfangreiche technische Studien, wissenschaftliche Tests und Materialforschungen, die IMA im Verbund mit sechs mittelständischen Forschungs- und Industriepartnern durchgeführt hat. Gefördert wird das Projekt unter anderem mit 2,8 Mio. € aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

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