Spannungsunterbrechung

Electronic Breaker Unit sorgt für die stabile 230-VAC-Versorgung

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Die EBU-Lösung sorgt für eine stabile Energiesicherheit

Mit dem Schutzschalter Typ EBU (Electronic Breaker Unit, Bild 2) stellt E-T-A die Energiesicherheit für Industrieunternehmen durch AC-USV-Anlagen erstmals stabil sicher. Das Gerät für 230 VAC besteht aus einem Leitungsschutzschalter (LS) nach EN60947-2 der für Kurzschlussabschaltungen von bis zu 10 kA zugelassen ist und einer angebauten Elektronik nach EN60950-1, die Mess- und Auswerteaufgaben zielgerichtet übernimmt. Ermittelt die Elektronik Kurzschluss oder Überlast, dann schaltet das Gerät über den Leitungsschutzschalter ab. Das Produkt ist mit den LS-Nennströmen 6, 10 und 16 A in Charakteristik B und C verfügbar und wird direkt am Abgang der jeweiligen USV betrieben.

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Dieser Autorenbeitrag ist in der Printausgabe ELEKTRONIKPRAXIS Sonderheft Leistungselektronik & Stromversorgung erschienen. Diese ist auch als kostenloses ePaper oder als pdf abrufbar.

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Der Typ EBU hat eine Baubreite von 54 mm. Mit Hilfe eines zehnstufigen Einstellschalters lässt er sich mit wenigen Handgriffen auf die Leistungsfähigkeit der jeweiligen USV Anlage und die vorliegenden Lastbedingungen anpassen. Im Fehlerfall löst er zuverlässig aus. Und zwar nur im betroffenen Lastpfad. Alle weiteren Versorgungsstränge bleiben davon unberührt. Einschaltvorgänge und damit verbundene höhere Einschaltströme toleriert die Einheit. Für den Anwender bedeutet dies einen störungsfreien Betrieb und eine zusätzlich spürbare Kostenreduzierung.

Die Anpassung an die USV und somit die Einstellung der Selektivität erfolgt durch eine einfache Einstellung des USV-Nennstroms an der EBU. Der Wert findet sich im Datenblatt der USV. Zur Überlastabsicherung wird der Last-Nennstrom an der Unit angepasst. Die Folge ist, eine USV-Anlage lässt sich damit um ein Drittel kleiner dimensionieren

Nachfolgend skizziert ist eine Beispiel-Berechnung mit C10A-Leitungsschutzschalter, die zeigt, dass mit EBU die USV um ein Drittel.kleiner ausgelegt werden kann: Auslösung bei Kurzschluss zwischen 5 und 10 x INenn: Der Worst-Case-Fall wird angenommen als 10 A x 10=100 A Auslösestrom. Für 100 A bei Kurzschluss benötigen wir eine USV mit: 15 kVA (einphasig) und Überlast 150% oder 45 kVA (dreiphasig) mit Überlast 150% oder 15 kVA/230=67 A x 1,5=100 A oder 45 kVA/400 V x √3 = 67 A x 1,5=100 A.

Im Einsatz mit EBU (Electronic Braker Unit) in C10A-Charakteristik ergeben sich (Auslösung bei Kurzschluss bis 64 A einstellbar): Für 64 A bei Kurzschluss benötigen wir eine USV mit 10 kVA (einphasig) und Überlast 150% oder 30 kVA (dreiphasig) mit Überlast 150% oder 10 kVA/230=43 A x 1,5=65 A oder 30 kVA/400 V x √3=43 A x 1,5=65 A. Das Ergebnis: 15 kVA–10 kVA = 5 kVA (entsprechend 1/3 kleinere Auslegung). 45 kVA–30 kVA=15 kVA (bedeutet 1/3 kleinere Auslegung).

Die Jahresenergiekosten sinken dadurch um rd. 40%. Der Typ EBU amortisiert sich somit schnell und sorgt für eine deutlich höhere Verfügbarkeit der Anlage. Die Energiesicherheit im AC-USV-Bereich ist erstmals stabil sichergestellt. Die EBU ist weltweit eine Neuheit und wird auf der Messe SPS/IPC/Drives vorgestellt.

* Tobias Prem ist Produktmanager in der Sparte Industry, Energy & Equipment bei E-T-A, Altdorf.

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