Einkauf von Elektronikgehäusen auf die smarte Art

Autor / Redakteur: Frank Wahlandt * / Kristin Rinortner

Das Gehäuse hat einen großen Einfluss auf die Auslegung von Bauteilen. Frühzeitig einen Gehäusespezialisten einzubeziehen bringt Vorteile für den Entwickler. Der Beitrag zeigt, was man beachten sollte.

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Elektronikgehäusefertigung: Die Anforderungen an die Beschaffung eines Gehäuses geraten bei der Entwicklung schnell in den Hintergrund.
Elektronikgehäusefertigung: Die Anforderungen an die Beschaffung eines Gehäuses geraten bei der Entwicklung schnell in den Hintergrund.
(Bild: BERND RESPONDEK / OKW)

Jede Platine benötigt ein passendes Gehäuse. Dabei spielt es keine Rolle, für welchen Anwendungszweck das spätere Endgerät genutzt wird. Auf irgendeine Art müssen die Platinen aufgenommen und befestigt werden.

Dabei dreht sich der Fokus des Gehäuses meist um das Design und die Technik. Viel zu leicht geraten dabei die Anforderungen an die Beschaffung in den Hintergrund und welchen Einfluss diese auf das Endergebnis haben kann.

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Zuerst kommt die Verpackung

Bei einem Projekt sollte der Punkt „Gehäuse beschaffen“ gleich zu Anfang fest eingeplant werden. Viele Elektronikdesigner beginnen aber mit der Platine. Das ist nachvollziehbar, denn die Schaltungen bilden schließlich den Kern des Produkts, sie vollbringen das technische Wunder.

Daher ist der Ansatz „erst das Gehäuse“ enorm wichtig, weil dieses einen großen Einfluss auf die Auslegung der Bauteile hat. Das heißt, wesentliche Entscheidungen zur Beschaffung sollten früh getätigt werden. Eine Frage, die dabei aufkommt: Wird das Gehäuse im eigenen Haus gefertigt?

Das ist eine Option für große OEM-Hersteller, die führende Positionen auf ihren jeweiligen Märkten einnehmen und sich kostspielige Spritzgusswerkzeuge mit der entsprechenden Ausbringungsmenge leisten. Aber ist es sinnvoll, das zu tun, nur weil man es sich leisten kann?

Bezieht der Entwickler einen Gehäusespezialisten mit ein, erspart ihm dies nicht nur Kopfzerbrechen beim Entwurf eines neuen Gehäuses von Grund auf. Es eröffnet ihm auch ganz neue Denkansätze. Ein Spezialpartner wird außerdem auch frischen Wind, Ideen und erstklassiges Knowhow mit einbringen und so Problemen zuvorkommen können, die vielleicht erst viel später im Laufe des Projektes aufgefallen wären.

Alles aus einer Hand – die Vorteile

Oftmals können viele Unternehmen ohne Probleme ihre eigenen Blechgehäuse falzen und bearbeiten. Die Anfertigung eines Kunststoffgehäuses im Spritzgussverfahren hingegen erfordert erheblichen Aufwand im Vorfeld. Deshalb stellt der andere Weg – der Einkauf eines auf die speziellen Anforderungen präzise angepasstes Standardgehäuses – für die meisten SMD/OEM-Elektronikfirmen die bessere Entscheidung dar.

OKW Gehäusesysteme bietet eine große Bandbreite an Kunststoffgehäusen für Hand-, Tisch-/Pult- und Wandgeräte. Auch Aluminiumgehäuse mit Kunststoffelementen befinden sich im Produktprogramm. Zusätzlich wird durch ein eigenes Service-Center eine große Bandbreite individualisierter Bearbeitung und Veredelung für Komplettgehäuse von Beginn an angeboten: mechanische Bearbeitung für Schnittstellen, Bedruckung und Beschriftung, EMV-Aluminiumbeschichtung auf der Gehäuse-Innenseite, Lackierung, Folientastaturen etc.

Die Odenwälder bieten dies an, weil es ein weiteres wichtiges Kriterium für die Kaufentscheidung ist: es wird immer der Lieferant gewählt, der alles aus einer Hand liefert. Eine Kette von kleineren Lieferanten zu bilden, bei dem jeder nur seinen eigenen Anteil am Gesamtprojekt beisteuert, ist weniger sinnvoll.

Der eine Lieferant stellt das Gehäuse her, der nächste bringt Bohrungen ein, ein weiterer montiert die Bauteile. Jeder einzelne würde hierbei einen langen Zeitraum benötigen, um seinen Anteil an der Wertschöpfung beizutragen. Zusätzlich entsteht ein finanzieller Mehraufwand, der unnötigerweise investiert werden muss, um die Gehäuse von einem zum anderen Zulieferer zu bringen.

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