Einigung bei Bosch-Werk in Bremen

| Autor / Redakteur: dpa / Julia Schmidt

Bosch will angesichts der Konjunktur- und Autokrise an mehreren deutschen Standorten Stellen abbauen. Im Werk in Bremen sollen 240 Stellen in der Lenksystemsparte wegfallen.
Bosch will angesichts der Konjunktur- und Autokrise an mehreren deutschen Standorten Stellen abbauen. Im Werk in Bremen sollen 240 Stellen in der Lenksystemsparte wegfallen. (Bild: Sebastian Gollnow/dpa)

Bosch und die IG Metall haben in den Verhandlungen über die Schließung des Werks in Bremen eine Einigung erzielt.

Die Mitarbeiter der Produktionssparte von Bosch, die Ende 2020 nach Ungarn verlagert wird, sollen Abfindungen erhalten, teilten das Unternehmen und die IG Metall am Freitagabend mit. Laut der IG Metall sollen die Beschäftigten je nach Alter eine auf maximal 200 000 Euro gedeckelte Abfindung zwischen einem und zwei Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr erhalten.

Außerdem soll für jeden Mitarbeiter im Anschluss an seine Beschäftigung bei Bosch eine Transfergesellschaft für zwölf Monate vereinbart werden. Verschiedene weitere Zuschläge, etwa pro Kind, sind geplant. Außerdem soll es laut IG Metall eine Nachlaufzeit für Nacharbeiten am Bremer Standort sowie Umbau, Aufbau und Anlaufunterstützung in Ungarn bis zum 30. Juni 2021 geben. Die Produktentwicklung mit mehr als 30 Beschäftigten soll erhalten bleiben.

Die Einigung ist vorbehaltlich

Die Einigung ist noch vorbehaltlich – so müssen die IG-Metall-Mitglieder des Bosch-Standorts Bremen noch zustimmen, wie Bosch mitteilte. „Auch, wenn wir die Arbeitsplätze nicht erhalten konnten, sind wir mit der Gesamtlaufzeit aus Produktionsende, Nachlaufzeit und Transfergesellschaft zufrieden“, teilte Volker Stahmann, Geschäftsführer der IG Metall Bremen, mit.

Der Autozulieferer will angesichts der Konjunktur- und Autokrise an mehreren deutschen Standorten Stellen abbauen. Im Werk in Bremen sollen 240 Stellen in der Lenksystemsparte wegfallen. Das hatte der Konzern im Oktober mitgeteilt und damit den Protest der Arbeitnehmer erregt. Anfang Januar hatten sich zahlreiche Mitarbeiter an einem Warnstreik beteiligt. (dpa)

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