Fertigungslogistik

Einführung von AutoID-Techniken bei Fertigungsunternehmen

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Die Rendite-Phase ist die letzte Phase, welche die Investitions- und Betriebskosten dem erwarteten Nutzen gegenüberstellt (ROI-Phase).

Bei den Investitionskosten spielt nicht nur die Anschaffung etwa von RFID-Etiketten und -Lesegeräten eine Rolle, sondern auch der Kauf von Software, die IT-Integration, die Umstrukturierung bestehender Prozesse und sowie die notwendigen Mitarbeiterschulungen. Zu den laufenden Betriebskosten zählen zum Beispiel die Wiederbeschaffung etwa von RFID-Etiketten und die Wartung des Systems.

Die Nutzenseite ist in quantitativen und qualitativen Nutzen gegliedert. Der quantitative Nutzen besteht in der Verringerung von Arbeits- und Durchlaufzeiten sowie im Abbau von Sicherheitsbeständen. Einen qualitativen Nutzen bieten die spürbare Verringerung von Fehl- und Falschlieferungen und der insgesamt erreichte strategische Wettbewerbsvorteil.

Die letzte Phase dient der Rendite-Betrachtung

Aus einer gewissenhaften Kosten-Nutzen-Bewertung heraus – besonders nützlich für eine genaue Berechnung ist hierbei die Kapitalwertmethode – können schließlich ein dynamisches Investitionsrechenverfahren und damit eine zuverlässige Handlungsempfehlung erwachsen.

Das Erlanger Informatik-Unternehmen infolab hat Erfahrung mit Kosten-Nutzen-Bewertungen. Für ein Unternehmen beispielsweise, das die Entsorgung von Sondermüll anbietet, erarbeitete infolab eine Lösung für die automatische Koordinatenermittlung.

Die Verbesserung der Logistik verringert Risiken in nicht kalkulierbarer Höhe, denn es kann zum Beispiel nicht mehr passieren, dass ein Fass mit Sondermüll auf dem Betriebsgelände einfach „vergessen“ wird. Zur Umsetzung der Lösung sollten unter anderem RFID-Lesegeräte und Satellitennavigationsgeräte an den Gabelstaplern angebracht werden.

Für ein anderes Unternehmen, einen Werkzeugbauer, erstellte infolab einen Lösungsvorschlag zur Verbesserung des Warenflusses. Dieser sollte beschleunigt und von handschriftlichen Tätigkeiten befreit werden. Die von infolab entwickelte Lösung kombinierte die AutoID-Techniken Strichcode und RFID.

Die Amortisationszeit der Investitionen betrug bei beiden Lösungen jeweils etwa eineinhalb Jahre. Das Entsorgungsunternehmen hätte andernfalls zur logistischen Kontrolle zwei zusätzliche Mitarbeiter einstellen müssen. Auch dem Werkzeugbauer wurde die Möglichkeit eröffnet, zwei Mitarbeiter einzusparen.

Die beiden Beispiele zeigen, dass sich die Einführung von AutoID-Techniken also schon nach kurzer Zeit rechnen kann. Es kommt jedoch in allen hier aufgezeigten Phasen auf eine gewissenhafte und kompetente Begleitung an. //FG

* * Wolfhart Grote ist Geschäftsführer des mittelständischen Softwarehauses infolab in Erlangen.

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