Fertigungslogistik

Einführung von AutoID-Techniken bei Fertigungsunternehmen

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Ungewissheit: Viele potenzielle Anwender befürchten, dass bei der Einführung von RFID die Kosten den Nutzen übersteigen könnten. Außerdem sorgen sie sich um die Integration der Lösung in die bestehende IT-Infrastruktur.
Ungewissheit: Viele potenzielle Anwender befürchten, dass bei der Einführung von RFID die Kosten den Nutzen übersteigen könnten. Außerdem sorgen sie sich um die Integration der Lösung in die bestehende IT-Infrastruktur.
(Bild: Transponder2.jpg / Kalinko, Wikimedia Commons / BY-SA 3.0)

Prozessphase dient der Analyse der Abläufe

Der zweite Schritt ist die Prozessphase. In dieser Phase ist es zunächst notwendig, die derzeit laufenden Ist-Prozesse zu analysieren und zu dokumentieren. Die Prozesse sollten bis hinunter auf die Ebene der einzelnen Aktivitäten dargestellt und beschrieben werden. Material- und Informationsflüsse sind dabei zu berücksichtigen. Als besonders hilfreich erweist sich in diesem Zusammenhang eine Befragung der Prozessverantwortlichen. Diese können über Einzelheiten der Gegebenheiten und Rahmenbedingungen Auskunft geben.

Für die darauf folgende Prozessmodellierung bietet sich vor allem das Knoten-Kanten-Modell an, das Material- und Informationsflüsse festhält und ein Mengengerüst erstellt. Und auch alle anderen Prozessmodellierungen sind hier einsetzbar, zum Beispiel BPMN (Business Process Model and Notation).

Nutzenphase definiert potenzielle Benefits

In der Nutzenphase, dem dritten Schritt, stehen die Diskussion, die Verortung und die Bewertung der Nutzenpotenziale im Vordergrund. Bei der Diskussion der Potentiale hat sich das Eisberg-Modell bewährt: Die kurzfristigen Nutzenpotenziale bilden dabei die kleine Spitze des Eisbergs, die weithin und für jeden sichtbar ist. Die weitaus größeren mittel- und langfristigen Nutzenpotenziale verbergen sich jedoch unter der Wasserlinie. Während die mittelfristigen Potentiale noch durch sie hindurchschimmern, verstecken sich die langfristigen unter der Sichtlinie. Die Aufgabe des Anbieters besteht nun darin, für den Anwender auch die etwas später wirksamen Nutzenpotenziale voll sichtbar zu machen, also gleichsam den Eisberg in seinem ganzen Ausmaß zu erschließen.

Zu den deutlich sichtbaren kurzfristigen Nutzenpotenzialen zählen die Verringerung der Zeiten, die für Bearbeitung, Suche, Zählungen und Inventur aufgewendet werden müssen. Die etwas weniger gut zu sehenden, mittelfristigen Nutzenpotenziale bestehen darin, dass das Unternehmen Falschlieferungen, Schwund und Fehlmengenkosten (out of stock costs) verringern und die Originalität der Produkte sicherstellen kann.

Unter der Sichtlinie bleiben gewöhnlich die langfristigen Nutzenpotenziale: Die Identifizierung der Schwachstellen, die verbesserte Prozessqualität, die verbesserte Kundenansprache und die Vorteile gegenüber anderen Wettbewerbern gilt es ans Licht zu holen.

Die Verortung der Potenziale ist nun die Folge eingehender Beschäftigung mit der Prozesskette, von der Auftragsannahme beim Kunden über die Produktionsplanung zum Einkauf beim Lieferanten; und von dort wieder über Materialwirtschaft, Produktion und Auftragserfüllung zurück zum Kunden, zuzüglich der Prozesse, die nach dem Verkauf stattfinden. Diese Kette ist bis in die einzelnen Glieder aufzuschlüsseln.

Die Bewertung der Potenziale zeigt vor allen Dingen auf, wie die einzelnen Glieder der Prozesskette so miteinander verbunden werden können, dass die Eingabezeiten erheblich verringert werden können.

Technikphase gipfelt in der Wahl der Technologie

Als vierter Schritt folgt die Technikphase. In dieser Phase werden Anzahl, Art und Ort der Informationspunkte festgelegt. Ebenso wird entschieden, welche Hardware für die geplante AutoID-Lösung benötigt wird. Anschließend ist diejenige AutoID-Technik auszuwählen und zu prüfen, die als am besten geeignet erscheint. Kriterien sind hier zum Beispiel die Lesezuverlässigkeit, die Lesereichweiten und die Pulklesefähigkeit.

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