Industrie-MCU Einfacher Umstieg von 8 auf 32 Bit mit Infineon XMC1000-Mikrocontrollern

Redakteur: Holger Heller

Mit den XMC1000- Mikrocontrollern von Infineon stehe 32-Bit-Leistung zu 8-Bit-Preisen und ein ARM Cortex-M0-Prozessor für Sensor- und Aktuator-Anwendungen, LED-Beleuchtungen, einfache Motorsteuerungen und die digitale Leistungswandlung bereit.

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Maurizio Skerlj, Infineon: Einfacher Architekturübergang von 8 auf 32 Bit – mit XMC1000 für kompakte Motorsteuerungen oder Sensor- und Aktuator-Anwendungen
Maurizio Skerlj, Infineon: Einfacher Architekturübergang von 8 auf 32 Bit – mit XMC1000 für kompakte Motorsteuerungen oder Sensor- und Aktuator-Anwendungen
(Bild: VBM-Archiv)

„Mit XMC1000 geben wir einen Impuls zum Architekturübergang von 8 auf 32 Bit – besonders für Motorsteuerungen oder Sensor- und Aktuator-Anwendungen, die möglichst kompakt sein müssen“, erklärte Maurizio Skerlj, Senior Director Industrie- und Multimarket-Mikrocontroller bei Infineon. Kein vergleichbarer Mikrocontroller biete heute so viel Funktionalität auf derart kleinem Raum wie der XMC1000 im VQFN-24-Gehäuse, so Skerlj.

Mit den VQFN-Gehäusen mit 24 bzw. 40 Pins wird das Angebot an XMC1000-Industrie-MCUs erweitert, das derzeit mehr als 30 Produkte zählt. Im VQFN-24 messen die MCUs 4 mm x 4 mm. Laut Skerlj biete niemand derzeit so viel Funktionalität in einem derart kleinen Gehäuse; z.B. bis zu 200 KB Flash oder applikationsoptimierte Regelungsperipherie. Damit eignen sich die MCUs für solche Motorsteuerungen oder Sensor- und Aktuator-Anwendungen, die kompakt gebaut sein müssen. Neben den VQFN-Gehäusen gibt es die Bausteine auch im TSSOP mit 16, 28 und 38 Pins.

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Die XMC1000-Familie adressiert Industrieanwendungen, die bisher von 8-Bit-MCUs bedient wurden. Die drei Serien XMC1100 (Einstiegsserie), XMC1200 (Feature-Serie) und XMC1300 (Control-Serie) unterscheiden sich in Speicherkapazität und Peripherieausstattung. Ihre Flash-Varianten liegen zwischen 8 und 200 KB und damit in einem breiteren Speicherbereich, als er derzeit bei 8-Bit-MCUs für Industrieanwendungen üblich ist. PWM-Timer, 12-Bit-A/D-Wandler und programmierbare serielle Kommunikationsschnittstellen kommen bei den XMC1000-MCUs hinzu.

32-Bit-Leistung zu 8-Bit-Preisen

Alle XMC1200-Derivate bieten ein Modul für Touch-Control und LED-Displays sowie eine Peripherieeinheit für das Dimmen und die Farbsteuerung von LEDs – Brightness and Color Control Unit (BCCU). Die XMC1300-Serie hat einen mathematischen Coprozessor für Motorregelungen. Darüber hinaus erfüllen die XMC1000-MCUs (wie auch die XMC4000-Reihe) die Sicherheitsanforderungen des Standards IEC60730 Class B. Er ist für alle Haushaltsgeräte vorgeschrieben, die in Europa verkauft werden. XMC-MCUs bieten Hardware-Fehlerkorrektur (ECC) und entsprechende Speichertests. Hinzu kommt ein Flash-Loader mit einem 128-Bit-AES-Beschleuniger. Die gerade in kostensensitiven Anwendungen so wichtige Software-IP lässt sich mit ihm besser schützen.

Es gibt für alle XMC1000-Serien Boot-Kits zur einfachen Evaluierung und Application-Kits für XMC1000-Zielanwendungen. Die XMC-MCUs werden durch Software-Tools und fertige Software-Lösungen von Drittanbietern und Infineon unterstützt. Zudem hat Infineon die „Silicon Vendor Edition“ des ARM Microcontroller Development Kits (MDK) lizensiert. Entwickler können sich das ARM MDK kostenlos von keil.com/infineon/mdk herunterladen. Die kostenlose Lizenz umfasst alle Tools für die Entwicklung von XMC1000-Applikationen mit bis zu 128 KB Code-Size. Eine mit Dave entwickelte Applikationsbibliothek lässt sich mit nur wenigen Klicks über die CMSIS-Pack-Schnittstelle in das ARM MDK importieren.

Dave ist die kostenfreie, integrierte Entwicklungsplattform für alle XMC-MCUs. Damit lässt sich Applikationsbibliothek entwickeln, die alle hardwarenahen Aufgaben abstrahiert und auch Middleware-Lösungen bietet. Die derzeit mehr als 170 Dave Apps ermöglichen es, Softwarekomponenten zu kombinieren und zu konfigurieren, diese automatisch auf die vorhandenen MCU-Ressourcen abzubilden und den C-Code für eine Applikationsbibliothek zu erzeugen. Der so erzeugte C-Code lässt sich dann entweder innerhalb von DAVE mit dem integrierten GNU-Compiler und Debugger weiter für die Applikationsentwicklung nutzen oder er kann in ein Third-Party-Tool importiert werden, wie z.B. ARM MDK, Atollic TrueStudio, IAR Ewarm, Tasking oder Rowley.

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