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Neuheiten auf der NI Week 2014 Eine neue LabVIEW-Version und zwei Messboxen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Die 20. NI Week am Stammsitz von National Instruments im texanischen Austin bringt Entwickler und Wissenschaftler aus der ganzen Welt zusammen. Neben einer neuen LabVIEW-Version wurden in diesem Jahr auch zwei Systeme zur Datenerfassung vorgestellt.

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Dr. James Truchard eröffnet die 20. NI Week mit einer Keynote.
Dr. James Truchard eröffnet die 20. NI Week mit einer Keynote.
(ELEKTRONIKPRAXIS)

Jedes Jahr trifft sich die Community des grafischen Systemdesigns im texanischen Austin, um sich eine Woche lang über die aktuellen Entwicklungen auszutauschen. Auf der NI Week präsentiert National Instruments in spektakulären Keynotes, einer Ausstellung und begleitenden Seminaren. Wir wollen Ihnen eine kurze Übersicht geben, was es für Neuigkeiten auf der diesjährigen NI Week gibt.

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Grafische Programmierumgebung – LabVIEW 2014

In der aktuellen LabVIEW-Version für National Instruments erstmals LabVIEW Suites ein. Diese sind für die Bereiche automatisiertes Testen, Embedded-Steuerung, -Regelung und -Überwachung sowie Hardware-in-the-Loop und Echtzeittests verfügbar. Diese beinhalten für das jeweilige Anwendungsgebiet essentielle LabVIEW-Zusatzpakete sowie weitere Software, wie alle benötigten Treiber.

Damit wird garantiert, dass der Installationsprozess für den Entwicklungsrechner vereinfacht ist. Andererseits wird sichergestellt, dass Anwendern jede benötigte Software zur Verfügung steht und somit Fehlerquellen, beispielsweise fehlende Treiber, eliminiert werden.

Zusätzlich erhalten Anwender über LabVIEW 2014 Zugang zu Datenerfassungssystemen wie dem robusten, flexiblen CompactDAQ und CompactRIO mit vier Steckplätzen, softwaredesignten Messgeräten wie einem hochauflösenden Oszilloskop mit acht Kanälen auf Basis von PXI Express oder dem softwarebasierten All-in-one-Messgerät VirtualBench.

Die neue LabVIEW-Version umfasst 13 von Anwendern angeregte Neuerungen. Außerdem stehen Kunden mit aktivem Softwareservice erweiterte Online-Kurse für LabVIEW-RIO-Anwendungen zur Verfügung. Ferner kann auf neue Werkzeuge im LabVIEW Tools Network zurückgegriffen werden, wie das LabSocket System von Bergmans Mechatronics LLC. Dieses System bietet dezentralen Zugang zu LabVIEW-Anwendungen über einen Desktop-Rechner oder über jeden mobilen Webbrowser ohne dass ein Browser-Plug-in oder eine Runtime-Engine notwendig sind.

Zu den neuen Funktionen gehören:

  • NI-DataFinder-Federation-Technologie: Anwender können verteilte Messdaten intuitiv über mehrere Arbeitsgruppen oder standortübergreifend suchen und indizieren lassen.
  • Neue Einsatzmöglichkeiten für Algorithmen: .m-Files können nun direkt auf Linux Real-Time-Systemen und Bildverarbeitungsfunktionen auf FPGAs eingesetzt werden.
  • Data Dashboard for LabVIEW: Anwender können einfach und sicher mobile Benutzeroberflächen zur Visualisierung erfasster Daten erstellen und unabhängig von Zeit und Ort fundierte Entscheidungen treffen, ohne dass die Fachkenntnisse eines Webentwicklers erforderlich sind.

Robuste CompactDAQ-Controller

Die neuen CompactDAQ-Controllern verfügen über vier Steckplätze.
Die neuen CompactDAQ-Controllern verfügen über vier Steckplätze.
(National Instruments)
Die neuen CompactDAQ-Controllern verfügen über vier Steckplätze. Zudem wurde der Prozessor, Signalkonditionierung und I/O in ein CompactDAQ-System integriert. Integrierte Messsysteme verringern die Anzahl der benötigten Komponenten, Anschlüsse und Verkabelung. Das sind die häufigsten Ursachen für Rauschen. Die CompactDAQ-Controller von NI umfassen einen Intel Atom Dualcore-Prozessor, der Windows Embedded Standard 7 sowie NI Linux Real-Time ausführen kann.

Durch den Einsatz der Systemdesignsoftware LabVIEW in Verbindung mit den verschiedenen Optionen der Betriebssysteme können Anwender LabVIEW-Code aus bestehenden Messsystemen einfach auf diese neuen CompactDAQ-Controller übertragen. LabVIEW kann mit über 60 sensorspezifischen I/O-Modulen für CompactDAQ kombiniert werden. Dadurch lassen sich Datenerfassungssysteme schnell benutzerspezifisch und somit speziell an die Anwendungsanforderungen anpassen.

Wichtige Funktionen:

  • Integrierter Intel Atom Dualcore-Prozessor: Reduzierte Systemkosten und erhöhte Mobilität dank Messsystem mit integriertem Prozessor
  • Austauschbares SD-Speichermedium: Keine Einschränkungen der Datenspeicherung aufgrund des während des Betriebs austauschbaren SD-Speichermediums
  • Integrierter CAN/LIN-Port: Kosteneinsparungen durch Einsatz eines integrierten CAN/LIN-Ports
  • Vier Steckplätze für Module der C-Serie: Beliebige Zusammenstellungen von unterschiedlichen I/O-Typen, darunter AI, AO und DIO, für spezifische Anwendungsanforderungen
  • Robuster Formfaktor: Durchführung von Messungen in Umgebungen mit hohen Stoß- und Schwingungsbelastungen sowie Temperaturen von -40 °C bis 70 °C

Softwaredesignte CompactRIO-Controller für Steuer- und Regelsysteme

Die softwaredesignten Controller arbeiten mit Hardware von Intel und Xilinx.
Die softwaredesignten Controller arbeiten mit Hardware von Intel und Xilinx.
(National Instruments)
Die softwaredesignten Controller arbeiten mit Hardware von Intel und Xilinx. Zusätzlich werden sie vollständig von LabVIEW 2014 und NI Linux Real-Time unterstützt. Sie sind speziell für Steuer- und Regelanwendungen in rauen Industrieumgebungen ausgelegt. Ermöglicht wird das unter anderem durch die Integration von leistungsstarken Prozessoren, benutzerdefiniertem Timing und Triggern sowie der Datenerfassung von mehr als 100 I/O-Modulen der C-Serie.

Wichtige Funktionen sind:

  • Intels Atom-Prozessor: mehr Aufgaben mit demselben Controller bewältigen sowie Daten mit höherer Präzision, Genauigkeit und Geschwindigkeit verarbeiten
  • Kintex-7-FPGA: mehr Kanäle verarbeiten und komplexere Filter- und Steueralgorithmen implementieren
  • NI Linux Real-Time: durch ein zuverlässiges Linux-basiertes Echtzeitbetriebssystem Zugang zu Anwendungen und IP einer großen Community erhalten
  • Embedded-UI: eine lokale HMI implementieren und das Steuer- und Regelsystem zur Handhabung von HMI-Aufgaben einsetzen; Kosten für Komponenten sowie Entwicklungs- und Implementierungszeit sparen
  • Optimierte Bildverarbeitung: USB3 oder GigE-Vision-Kameras dank NI Linux Real-Time einfach hinzufügen, Bilderfassung direkt in eine Anwendung integrieren und mittels neuem Bildverarbeitungs-IP den FPGA in einen leistungsstarken Koprozessor für die Bildverarbeitung umwandeln

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