Umweltsensorik Eine Milliarde Sensoren für die Umwelttechnik

Redakteur: Gerd Kucera

Rund 80% der bisher produzierten Sensirion-Sensoren kommen in Feuchte- und Temperaturmessungen zum Einsatz. Mit dem miniaturisierten CO2-Sensor SCD4x zur Raumluftüberwachung knackte das Schweizer Unternehmen jetzt die Milliarden-Grenze.

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Marc von Waldkirch, CEO der Sensirion AG: „Unser Erfolg basiert auf den hervorragenden Leistungen aller unserer Mitarbeitenden. Ich bin sehr stolz auf diesen Meilenstein und gleichzeitig davon überzeugt, dass es in Zukunft noch viele weitere geben wird.“
Marc von Waldkirch, CEO der Sensirion AG: „Unser Erfolg basiert auf den hervorragenden Leistungen aller unserer Mitarbeitenden. Ich bin sehr stolz auf diesen Meilenstein und gleichzeitig davon überzeugt, dass es in Zukunft noch viele weitere geben wird.“
(Bild: Sensirion)

Kohlenstoffdioxid (CO2) ist Teil des menschlichen Stoffwechsels. Das Gas entsteht beispielsweise, wenn Kohlenhydrate zur Energiegewinnung abgebaut werden. Das dann produzierte CO2 wird über die Atmung aus dem Körper transportiert. Somit ist die Hauptquelle von CO2 in Innenräumen der Mensch. Gerade in der gegenwärtigen Situation ist das Messen der CO2-Konzentration in der Raumluft von Bedeutung, um das Ansteckungsrisiko für Krankheiten in Innenräumen zu verringern. Sobald die CO2-Konzentration im Raum einen definierten Wert übersteigt, wird beispielsweise automatisch gelüftet.

Mit CO2-Sensor die Milliardengrenze überschritten

Mit einem SCD4x-CO2-Sensor hat die Sensirion-Produktion nun die Milliardenmarke erreicht. Dieser CO2-Sensor ist ein für die SMD-Bestückung miniaturisierter Gassensor und basiert auf einem photoakustischen Funktionsprinzip, kombiniert mit den patentierten Technologien PASens und CMOSens. Ein integrierter Feuchte- und Temperatursensor sorgt für die On-Chip-Signalkompensation.

Besondere Sensoren für neue Anwendungen

Rund 80% der bisher produzierten Sensoren stammen aus dem Bereich Feuchte- und Temperatursensorik. Dazu hat Sensirion sein Produktportfolio in den letzten Jahren stark erweitert und bietet mittlerweile in diversen Märkten besondere Sensorlösungen an, die neue Anwendungen ermöglichen oder Probleme bei bestehenden Anwendungen lösen.

Der disruptive SCD4x-CO2-Sensor demonstriere die außergewöhnliche Innovationskraft von Sensirion; aufgrund des Messprinzips konnte die Sensorgröße um das Siebenfache reduziert werden.

Digitalisierung macht neuartige Lösungen möglich

„Unser Erfolg basiert auf den hervorragenden Leistungen aller unserer Mitarbeitenden sowie auf Sensirions einzigartiger Unternehmenskultur“, konstatiert Marc von Waldkirch, der CEO der Sensirion AG, „ich bin sehr stolz auf diesen Meilenstein und gleichzeitig davon überzeugt, dass es in Zukunft noch viele weitere geben wird. Der weltweite Trend zur Digitalisierung macht die Entwicklung von neuartigen Lösungen möglich.“

Als Hersteller digitaler Mikrosensoren und Sensorsystemen hat Sensirion Gas- und Flüssigkeitssensoren sowie Differenzdruck- und Umweltsensoren zur Messung von Temperatur und Feuchte, volatilen organischen Verbindungen (VOC), CO2, Formaldehyd und Feinstaub entwickelt. Ein internationales Netzwerk mit Niederlassungen in den USA, Europa, China, Taiwan, Japan und Korea unterstützt die Kundschaft sowohl mit Serienprodukten als auch mit dedizierten Sensorsystemlösungen.

Vom ETH-Spin-off zum globalen Experten

Vor knapp 23 Jahren wurde Sensirion als Spin-off der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich gegründet und damit der Grundstein für den Erfolg des Schweizer Unternehmens gelegt. In nur wenigen Jahren konnte sich der Sensorhersteller als Marktführer im Bereich Feuchte- und Temperatursensorik etablieren, heißt es nach eigenen Angaben. Sensoren des Schweizer Experten finden kommen beispielsweise in Medizin-, Industrie- und Automobilanwendungen sowie in Analyseinstrumenten, in der Konsumgüterbranche und in Heizungs-, Lüftungs- und Klimageräten zur Anwendung. Als besonderes Alleinstellungsmerkmal der Produkte nennt Sensirion die patentierte CMOSens-Technologie, die eine intelligente Systemintegration von Sensorelement, Logik, Kalibrierungsdaten und einer digitalen Schnittstelle auf einem einzigen Chip ermöglicht.

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