Bathys Hawaii Cesium 133 Eine Atomuhr fürs Handgelenk

Redakteur: Peter Koller

Für alle, denen eine Funkuhr nicht genau genug ist, zeichnet sich eine Lösung ab: 2014 soll die erste Atomuhr fürs Handgelenk auf den Markt kommen.

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Ziemlich klobig und ziemlich genau: die Atomuhr Cesium 133
Ziemlich klobig und ziemlich genau: die Atomuhr Cesium 133
(Bathys Hawaii)

Die Details sind etwas spärlich, aber der US-Uhrenhersteller Bathys Hawaii behauptet, die erste Atomuhr fürs Handgelenk entwickelt zu haben. Laut Pressemitteilung integriert der noch etwas klobige Prototyp einen Laser, eine Heizung, einen versiegelten Bereich mit Cäsium-133-Gas, ein Mikrowellenfilter und eine Photodiode als Detektor. Damit wird die Resonanz der per Mikrowellen angeregten Cäsiumatome gemessen.

„So erreichen wir eine Genauigkeit von einer Sekunde in 1000 Jahren“, so Dr. John Patterson, der Gründer von Bathys Hawaii. Die Zeit wird jedoch ganz klassisch auf einem analogen Ziffernblatt mit Mondphasenindikator angezeigt.

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Allerdings ist für die Cesium 133, so der Name der Uhr, eine Menge Energie notwendig und deswegen läuft die Atomuhr fürs Handgelenk derzeit jeweils nur für ein paar Stunden mit einer Ladung ihrer Lithium-Ionen-Akkus.

Eine verbesserte und verkleinerte Version der Uhr soll im kommenden Jahr in einer Kleinserie von 20 Exemplaren auf den Markt kommen – zu einem Preis vor rund 12.000 US-$. Viel im Vergleich zu einer Swatch, aber ein Spottpreis etwa im Vergleich zu einigen hochkomplexen mechanischen Uhren, die den Gegenwert eines Eigenheims kosten. Ein kurzes youtube-Video zeigt die Uhr in Aktion:

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