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Kommentar Ein zugetaner Blickkontakt ersetzt das Händeschütteln

| Redakteur: Gerd Kucera

Es hagelt im Messegeschehen. Und zwar Ausstellerabsagen. Allenthalben. Quer durch alle Branchen. Verständlicherweise angesichts des Corona-Virus? Ja. Und nein. Es kommt auf den Verantwortungsradius an.

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Grundsätzlich auszuschließen sind in unserer globalen Gesellschaft Risiken so oder so jedoch nie.
Grundsätzlich auszuschließen sind in unserer globalen Gesellschaft Risiken so oder so jedoch nie.
(Bild: VCG)

Mit der Begründung „trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann das Risiko für die Gesundheit der Messebesucher nicht eindeutig eingeschätzt werden, und eine Ansteckung mit dem Virus ist nicht grundsätzlich auszuschließen“ etwa sagt ein Unternehmen seine Messe-Teilnahme ab. Das ist in Ordnung und eine Entscheidung, die das Unternehmen ganz alleine zu treffen hatte. Die Verantwortung für die Firmenmitarbeiter wiegt schwer und wird hier vorbildlich wahrgenommen.

Meine persönliche Entscheidung pro Besuch von demnächst anstehenden Fachmessen kann mir auch niemand abnehmen. Die treffe ich ebenso eigenverantwortlich, nicht zuletzt auch im Hinblick auf alle im näheren und weiteren Umfeld davon Betroffenen, und ebenso wie das oben genannte Unternehmen nach eigener Risikoabschätzung und umfassender Information zum aktuellen Thema.

Grundsätzlich auszuschließen sind in unserer globalen Gesellschaft Risiken so oder so jedoch nie. Null Risiko gab es bereits vor dem Aufkommen des Virus SARS-CoV-2 nie und nirgends. Bakterien, Viren und Pilze fanden und finden sich schon immer und überall in der Umwelt und im eigenen Körper.

Was es aber auch schon seit einiger Zeit gibt und nun mehr denn je nötig ist, sind diesen Umständen verstärkt angepasste Achtsamkeit, Rücksichtnahme und Verhaltensweisen, die die besonderen Risiken wie die der Übertragung von Viren überschaubar reduzieren und eindämmen können.

Krankheitserreger werden primär direkt und indirekt von Mensch zu Mensch übertragen, unter anderem über die Hände oder gemeinsam benutzte Gegenstände. Einfache Hygienemaßnahmen tragen im Alltag dazu bei, sich und auch andere vor ansteckenden Infektionskrankheiten zu schützen. Viele Basics lassen sich ohne Umstände in die Tat umsetzen: etwa Händewaschen, diskretes Niesen und Husten in die Armbeuge, Küchenhygiene und anderes mehr.

Was den – risikoreduzierten – Messebesuch betrifft: Es schadet dem persönlichen Austausch nicht, die Sitte des Händeschüttelns zumindest derzeit zu missachten. Stattdessen ist ein zugetaner Blickkontakt samt freundlichen Worten allemal die beste Kommunikation. Deshalb freue ich mich auf viele interessante und risikoarme Messegespräche mit Ihnen, die sowieso keiner Handshakings bedürfen.

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