Messtechnik im Einsatz

Ein ungewöhnlicher Testaufbau, um die Qualität von Kaffee zu bestimmen

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Können Sie die Tests und die verwendeten Geräte kurz beschreiben?

Der Prüfaufbau testete fünf verschiedene Kriterien: Temperatur, die optimale Menge von Wasser zu Bohnen, Dauer der Brüh- und Durchlaufzeit, Farbe, das heißt Design beziehungsweise das Aussehen und zu guter Letzt den Extraktion/Stärke-Wert des Kaffees.

Die Temperatur überprüften wir mit einem speziellen Wasserkocher mit programmierbaren Wassertemperaturstufen und einer Hold-Funktion. Um die ideale Zusammensetzung des Mengenverhältnisses zu messen, verwendeten wir Digitalwaagen. Vorbereitende Station für die Messung der gemahlenen Bohnen war eine spezielle Kaffee-Waage mit integrierter App sowie USB-Anschluss.

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Unser Kaffee-Liebhaber und MCD-Mitarbeiter Gergely Boross hat sich extra die API (Application Programming Interface) der Entwickler der Waage besorgt, so dass wir diese im Toolmonitor mit Kurven präzise darstellen konnten. Eine zweite, hochpräzise Waage wurde über einen RS232-Anschluss ebenfalls mit dem MCD-Toolmonitor verbunden. Auf dieser Waage stand die „Chemex-Karaffe“, die wir als traditionelle Art der Kaffeezubereitung wählten. Hier kamen die gemahlenen Bohnen mit dem bereits vorerhitzten Wasser zusammen. Den Zeitfaktor überprüften wir ganz mit einer im Toolmonitor integrierten Stoppuhr. Das Aussehen und das Aufbrühverhalten konnten wir mittels einer Foto-Video-Kamera bestimmen. Wir checkten wirklich jedes Detail, getreu unserem Motto „Wir prüfen auf Herz und Nieren“.

Zu Beginn haben wir das Wasser mit dem Kocher auf eine Temperatur von 94 bis 96 °C erhitzt. Danach die Bohnen mit dem entsprechend voreingestellten Mahlgrad mittels einer Handmühle zermahlen, auf den Filter gegeben und bei der optimalen, berechneten Brühzeit durchgelassen. Ein Tropfen des bereits produzierten Kaffees wurde mit Hilfe einer Pipette aufgenommen und im Refraktometer abgestrichen, um diesen auf den perfekten TDS-Anteil zu prüfen. TDS steht für Total Dissolved Solids und gibt den Gehalt von löslichen Substanzen im Kaffee an.

Diese Werte haben wir anschließend in die Stärke-Matrix, die auch in unserem Toolmonitor eingebunden war, eingeordnet. Liegt der Wert im mittleren Quadranten, ist die Qualität optimal, liegt er außerhalb ist dieser zu schwach, beziehungsweise zu stark. Zum Schluss - und das war von uns mehr ein Spaß als ein tatsächlicher durchführbarer Test – haben wir die Kaffeetasse kritisch beäugt, das heißt optisch geprüft. All dies gesteuert und unterstützt durch den von Gergely Boross programmierten MCD-Toolmonitor.

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