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Ein TFT-Farbdisplay für kompakte medizinische Geräte

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Speziell für das medizinische Umfeld bietet Electronic Assembly ein TFT-Farbdisplay an. Es sind unterschiedliche Ausführungen erhältlich und auch die Programmierung soll einfach sein.

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Die TFT-Farbdisplays von Electronic Assembly gibt es unter anderem mit kapazitivem Touch. Zudem können Entwickler über Stylesheets Bildschirmseiten und Nutzerführungen erstellen.
Die TFT-Farbdisplays von Electronic Assembly gibt es unter anderem mit kapazitivem Touch. Zudem können Entwickler über Stylesheets Bildschirmseiten und Nutzerführungen erstellen.
(Bild: Electronic Assembly)

Übersichtliche Anzeigen und Menüstrukturen, die sich schnell erfassen lassen – das wird besonders von Displays in medizintechnischen Apparaten verlangt. Hierfür bietet Electronic Assembly ein farbiges TFT-Display des Typs EA uniTFT050 an. Bereits während der Entwicklung der Displayserie lag der Fokus auf den speziellen Anforderungen für medizintechnische Komponenten. Entwicklung sowie Fertigung erfolgen unter dem strengen Qualitätsmanagement gemäß der ISO9001:2015. Das Modul bietet eine Displaygröße von fünf Zoll Bilddiagonale, was den Maßen 136 cm x 96 cm entspricht. Die vektrografische Anzeige bietet laut Hersteller eine Auflösung von 800 x 480 Bildpunkten.

Verschiedene Fingergesten zur Eingabe

Der Bildaufbau von 50 fps stellt die Informationen schlierenfrei dar, selbst bei bewegten Objekten und Animationen. Die maximale Helligkeit von 900 cd/m² garantiert eine kontrastreiche Darstellung unter allen Lichtverhältnissen einschließlich direktes Sonnenlicht. In der Variante EA uniTFT50-A ist das Panel als reine Anzeige gedacht. Das EA uniTFT50-ATC ist zusätzlich mit einer kapazitiven Multitouch-Oberfläche versehen. Wie ein Smartphone reagiert dieses Display auf verschiedene Fingergesten. Sogar noch hinter einer vier Millimeter dicken Glasscheibe oder wenn man dünne Handschuhe trägt. Die Bildschirme können in allen Stückzahlen geordert werden und sind auf lange Zeit verfügbar.

Mit einem EMV-Bericht erleichtert der Hersteller die aufwendigen medizinischen Zertifizierungsprozesse. Dank des integrierten Befehlssatzes sowie des grafischen Editors uniSKETCH für Windows lassen sich grafisch ansprechende Bildschirmseiten und ergonomisch durchdachte Benutzerführungen erstellen. Unterstützt wird der Entwickler durch standardisierte Stylesheets, die sich individuell anpassen lassen, sowie eine umfangreiche Bibliothek grafisch ansprechender Objekte, bis hin zu Dreh- und Schiebereglern. Die Eigenschaften aller Bildschirmelemente, wie etwa Form, Farbe, Position oder hinterlegte Aktionen, sind jederzeit editierbar. Die Befehle dazu sind entweder als Makros auf der integrierten microSD-Karte hinterlegt, können aber auch zur Laufzeit über die serielle Schnittstelle eingelesen werden.

Bilder und Audiodateien einbinden

In das Layout lassen sich Bilder in allen gängigen Formaten wie jpg, png oder svg einbinden. Audiodateien können nach Bedarf ebenso abgespielt werden, um zum Beispiel einen Alarm oder Fehler auch akustisch anzuzeigen. Mit variabler Transparenz (Alpha Blending), sanftem Erscheinen oder seitlichem Hereinwandern von Meldungen oder Touchtasten, lässt sich die Aufmerksamkeit des Nutzers gezielt steuern.

Auch an den internationalen Einsatz ist gedacht: Wegen der frei skalierbaren Vektordarstellung sowie Unicodeunterstützung sind selbst chinesische Schriftzeichen kein Problem. Der Entwickler kann in einer Art Datenbank die verschiedenen Übersetzungen der anzuzeigenden Texte verwalten und zur Übersetzung außer Haus geben.

Der komplette Befehlssatz ist in die Module integriert. Mittels der integrierten, batteriegepufferten Zeitbasis lassen sich nicht nur Ereignisse mit einem Zeitstempel auf der integrierten microSD-Karte dokumentieren, sondern auch Abläufe autark steuern.

Unterschiedliche Schnittstellen zur Wahl

Die Bildschirmmodule werden mit 3,3 V betrieben. Zur Programmierung (Flashen) oder zum späteren Betrieb besitzen alle Panels ein USB-Interface. Zusätzlich bieten die Module noch sechs serielle Schnittstellen an: Je zwei RS232-, SPI- sowie I²C-Verbindungen. Die seriellen Schnittstellen dienen der Kommunikation mit einer übergeordneten Steuerung (Host), können aber auch mit Sensoren oder Aktoren genutzt werden. Vier analoge Eingänge, mit der Möglichkeit zur automatischen Reaktion und ein PWM-Ausgang für Steuerungsaufgaben sind ebenfalls fest integriert. 16 I/O-Schnittstellen, die bis auf 128 erweiterbar sind runden das Angebot ab. Über den analogen Videoeingang können Kamerabilder direkt auf dem Display angezeigt werden und zu Dokumentationszwecken als Hardcopybilder auf der integrierten microSD-Karte gespeichert werden.

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