Highlights der Automatica 2016

Ein Streifzug durch die Roboterwelt

| Autor: Karin Pfeiffer

Im Bereich der mobilen Roboter gibt es ebenfalls zahlreiche Innovationen. Im Vorfeld der Messe hat beispielsweise Omron Adept Technologies schon das intelligente fahrerlose Transportsystem Lynx Cart Transporter angekündigt. Von Grenzebach kommt für die Intralogistik das fahrerlose Transportsystem L12000S mit niedriger Bauhöhe, das die Lastenträger unterfährt. Bartsch wiederum hat eine Roboterportalachse entwickelt, die im Vergleich zu herkömmlichen Mehrachsportalen durch sieben flexible Achsen punkten soll, was beispielsweise eine verkürzte Rüstzeit bedeuten kann.

Fokus richtet sich auf den Roboter als Kollegen

Kollaborativ wird vermutlich zum häufigsten Schlüsselbegriffauf der Automatica. Die Mensch-Roboter-Kooperation (MRK) ist ein Feld mit vielen Segmenten. Spezialist Pilz etwa präsentiert als Sicherheitslösung ein Kollisionsmessgerät für die MRK-Validierung. Und Weiss Robotics will mit seinem neuen Greifmodul WSG 25-CR die MRK in die moderne Fertigung bringen. Es verfügt über eine eingebaute Greifsteuerung, die mit einer Vielzahl unterschiedlicher Roboter-Systeme betrieben werden kann.

Als besonderes Highlight will Stäubli Robotics die TX2-Robotergeneration als „weltweit schnellste sichere Roboter“ in seiner Smart Factory auf dem Messestand präsentieren. Und mit Stäubli Connectors ist dort auch eine Weltpremiere zu sehen: ein Werkzeugwechselsystem, das für Roboter die Brücke zur Robotik schlagen soll, die Einsatzbereiche also deutlich erweitert.

Vielen gilt Robotik inzwischen als die Königsdisziplin der Automatisierungstechnik. Hier lässt sich auch in Teilbereichen bestens zeigen, was die eigenen Lösungen alles können. So hat beispielsweise Ma­trix Vision für die industrielle Bildverarbeitung einen Koffer mit dem Starterkit der Smart Camera mvBlueGemini gepackt. MVTec Software wiederum will mit seiner Software Merlic demonstrieren, dass Machine-Vision-Anwendungen auch ohne tiefgehende Programmierkenntnisse möglich sind.

Software-Themen bildeten auf der Automatica ohnehin einen Interessenschwerpunkt. So kommt die ISG Industrielle Steuerungstechnik beispielsweise mit der neuesten Version des Simulationssystems ISG-virtuos, in der nun auch eine Roboter-Bibliothek für gängige Roboterhersteller und -typen zur Verfügung steht. Kuka wiederum bringt unter anderem das Thema „Vernetzung in der Cloud“ mit und will es in konkreten Szenarien „greifbar machen.

Das kommt nicht von ungefähr. „Robotik profitiert vielfach von der Cloud“, heißt es beim Fraunhofer IPA. Der Grund: „Technische Voraussetzung für Industrie-4.0-Umgebungen ist, dass alle Betriebsmittel, die über Sensoren und Steuerungen verfügen, als cyberphysische Systeme vernetzt sind.“ Anders formuliert: Die Cloud bindet die Roboter erst so richtig in die Arbeitswelt ein. Und auf der Automatica wird sich zeigen, wie vielfältig diese Zusammenarbeit in der Fertigung sein kann.

Der Beitrag erschien ursprünglich bei unserer Schwesterpublikation elektrotechnik.

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