LED-Beleuchtungskomponenten Ein Stecker verbindet die drei Lebensadern der Industrie

Autor / Redakteur: Jonas Diekmann * / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Daten, Power und Signale. Das sind die drei Lebensadern der Industrie. Der Steckverbinder-Spezialist Harting bietet mit seiner PushPull-Familie eine Lösung auch für LEDs an.

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LED-Displaywand: Die Module werden mit Anschlüssen für Power und Daten nach der Montage der Reihe nach verkabelt.
LED-Displaywand: Die Module werden mit Anschlüssen für Power und Daten nach der Montage der Reihe nach verkabelt.
(Bild: Harting)

Im Messebau geht es oft hektisch zu. Viel Arbeit und zu wenig Zeit. Da muss es in der Regel schnell gehen und wird auch mal ruppig. Stecker und Kabel werden im Akkord gesteckt, gezogen, in Transportboxen geworfen oder fallen einfach mal auf die Erde. Hier müssen sich Anwender auf ihr Equipment verlassen können. Man möchte weder Ausfälle in der Verkabelung haben, noch ständig Ersatz beschaffen müssen. Auch die werkzeuglose Montage ist für den schnellen und unkomplizierten Einsatz eine grundlegende Voraussetzung. Anforderungen, wie sie auch im industriellen Umfeld herrschen. Aus genau diesen Gründen nutzt Harting auf seinen eigenen Messeständen seine eigene „PushPull-Familie“.

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LED-Displaywände finden sich heute auf Messeauftritten und Großveranstaltungen und bestehen aus vielen separaten Modulen, die vor Ort passend in Größe und Form zusammengesetzt werden. Zu jedem Einsatz müssen sie mindestens einmal verbunden und wieder getrennt werden. Jedes LED-Modul auf dem Messestand von Harting verfügt über vier Anschlüsse für die Energieversorgung und Daten. Über diese werden die Module nach der Montage in Reihe verkabelt. Da es schnell gehen muss, unterstützt der Steckverbinder-Profi aus Ostwestfalen den eigenen Messebauer mit Steckverbindern der Serie „PushPull“ in RJ45 für die Datenübertragung und mit der drei-poligen Power-Ausführung für eine sichere Energieversorgung.

Sie lassen sich schnell stecken und ziehen, verrasten mit einem hörbaren Click und sparen so Zeit. Der Anwender ist nicht auf Werkzeuge oder bestimmte Anschluss-Drehmomente angewiesen, um beispielsweise die Dichtigkeit gewährleisten zu können. Ein Click und der Stecker sitzt.

Einsatz in industriellen Bus-Systemen

Die eingangs genannten Steckgesichter stellen nur einen kleinen Teil der großen PushPull-Familie dar. Die Power-Varianten decken von dreipolig bis fünfpolig Spannungen von 24 bis 690 V bei Strömen von 12 bis 16 A ab. Genug Leistung auch für energiehungrige Anwendungen. Im Bereich der Signale gibt es die Serie in drei Ausführungen. Mit 10 und 20 Polen, sowie einer hybriden Power/Signal-Variante, sind sie prädestiniert für den Einsatz in industriellen Bus-Systemen. Komplettiert wird das Sortiment von der dritten Lebensader der Daten. Hier gibt es das einheitliche und damit modulare Gehäuse alternativ mit USB-Steckgesicht, dem erwähnten RJ45, oder auch mit Fiber-Optic-Kontakten. Letztere ermöglichen zeitgemäße Übertragungsraten für Anwendungen, die große Übertragungsstrecken bedingen und für Kupferkabel zu lang wären.

Gehäusematerialien aus Kunststoff oder Metall

Passend zu den verschiedenen Steckgesichtern bietet der Hersteller unterschiedliche Gehäusematerialien aus Kunststoff oder Metall. Alle Gehäuse bieten zur sicheren Handhabung eine strukturierte Oberfläche für den sicheren Griff. Die Kunststoff-Ausführung besitzt zudem eine mattschwarze Oberfläche, die in der Beleuchtungstechnik störende Reflexionen vermeidet. Ein Aspekt der besonders in der LED-Technik und dem Bühnenbau von Interesse ist. Wer skeptisch fragt, ob Kunststoff für eine harte Einsatzumgebung taugt, der sei auf ausführliche Tests im hauseigenen Qualitätscenter hingewiesen.

Hier müssen die Gehäuse in Salznebel, UV- sowie auch Klimatests und einigen weiteren Belastungsproben ihre Robustheit unter Beweis stellen und absolvieren die Prozeduren ohne Probleme. Gehäuse aus Metall muten auf den ersten Blick oft stabiler an, aber in korrosiven Umgebungen oder dem Außeneinsatz ist der Kunststoff häufig die bessere Wahl. Metall kann natürlich mit einem Schutzlack gegen Korrosion und Reflexionen geschützt werden. Im harschen Umgang in der Veranstaltungstechnik, wären Aufwand und Kosten für diesen zusätzlichen Schutz jedoch unverhältnismäßig hoch.

Steckverbinder ist aus Kunststoff oder Metall

Während der Entwickler für korrosive Umgebungen auf Kunststoffgehäuse zurückgreift, hat sich an Schweißrobotern in der industriellen Fertigung das Metallgehäuse bewährt. Es schützt gegen Schweißperlen und ist die geeignete Wahl in EMV-gefährdeten Umgebungen. Eines haben alle Gehäuse gemeinsam: Sie lassen sich leicht stecken und ziehen, sind robust, wasserdicht nach IP 65/67 und weisen eine immer gleiche Bauhöhe für Platinenanschlüsse auf. Diese Uniformität der Gehäuse hat nicht nur technische Vorteile.

Immer mehr Hersteller legen zudem Wert auf ein ansprechendes Design und versuchen möglichst kleine und einheitliche Anschlüsse zu verbauen. Hier spielt die PushPull-Familie ihre Stärken aus und bietet Lösungen, die den Entwickler bei der Modularisierung und Miniaturisierung unterstützen; und das auch in der Veranstaltungstechnik. Mit dem schnellen und sicheren System des PushPull für Daten und Energieversorgung, lassen sich die LED-Panele schnell und sicher verbinden.

* Jonas Diekmann ist Technischer Redakteur bei Harting in Espelkamp.

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