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Mobiltelefone Ein Rückblick auf Nokias gute Zeiten

| Redakteur: Franz Graser

Seit Dienstag ist es offiziell, dass Nokia wieder in in die Handy-Branche zurückkehren will. Grund genug, einen Blick auf die Nokia-Klassiker von einst zu werfen.

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(Bild: 9210-o.JPG / Loui, Wikimedia Commons / BY-SA 3.0)

Während die frühere Handy-Sparte von Nokia als Teil von Microsoft nur noch in reduzierter Form existiert, könnte es ab dem Herbst 2016 eine Wiedergeburt der einst glorreichen Mobilfunkmarke geben. Interessanterweise meldete sich schon gleich, nachdem diese Nachricht auf der Website der ELEKTRONIKPRAXIS online ging, ein begeisterter User mit dem Kommentar „Endlich!“

Das zeigt: Der Name Nokia hat unter Handy-Benutzern nach wie vor einen guten Klang. Die Geräte des einstigen Weltmarktführers zeichneten sich unter anderem durch ein gelungenes Design sowie durch eine durchdachte und intuitive Benutzerführung aus.

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Einige Geräte machten darüber hinaus durch ihre hohe Robustheit von sich reden. Das Nokia 6150, erstes Dual-Band-Handy der Finnen (was soviel bedeutete, dass es sowohl im D-Netz von Telekom und Vodafone sowie in den E-Netzen von E-Plus und O2 funktionierte), galt als unverwüstlich und war bei vielen Benutzern über viele Jahre lang in Gebrauch.

Auch beim Gerätedesign waren die Finnen führend. Das um die Jahrtausendwende beliebteste Gerät mit der Modellnummer 5110 war mit zahlreichen Oberschalen zum Wechseln erhältlich. Wer wollte, konnte tagsüber eine Schale mit dem Logo seines Lieblings-Fußballvereins wählen und abends zum seriösen Schwarz greifen – mit ein paar Klicks war alles möglich.

In der zweiten Hälfte der sogenannten Nuller Jahre agierten die Finnen dann aber nicht mehr so glücklich. Die Schließung des durch staatliche Subventionen finanzierten Nokia-Werks in Bochum und die Verlagerung der Handy-Produktion nach Rumänien brachten den Finnen den Vorwurf der Gier ein.

Darüber hinaus unterschätzte Nokia zunächst die Bedrohung durch das iPhone und Googles Android-Plattform. Auch die Unterstützung durch Microsoft und die Betriebssystemplattform Windows Phone vermochte das Blatt nicht mehr zu wenden.

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