Elektro-Scooter Be.e Ein Roller, bei dem nicht nur der Antrieb öko ist

Redakteur: Peter Koller

Elektroroller sind ein attraktiver, weil relativ günstiger Einstieg in die Elektromobiliät. Doch sie lassen sich sogar noch grüner machen, wie der Scooter Be.e beweist.

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Der Prototyp des E-Scooters Be.e von van.eko wurde kürzlich der Öffentlichkeit präsentiert
Der Prototyp des E-Scooters Be.e von van.eko wurde kürzlich der Öffentlichkeit präsentiert
(Waarmakers)

Auf den ersten Blick ist der Be.e, den die niederländische Designagentur Waarmakers für das Startup van.eko entwickelt hat, ein ganz normaler Elektroroller: Ein Akku mit 40 Ah liefert die Energie an einen Radnabenmotor an der Hinterachse und sorgt laut Hersteller für 55 km/h Höchstgeschwindigkeit und rund 60 km Reichweite.

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Das wirklich Außergewöhnliche am Be.e ist jedoch der Rahmen. Der besteht nämlich aus pflanzlichen Grundstoffen – genauer gesagt aus einer gepressten Mischung von Hanf, Flachs und pflanzlichen Harzen. Das nennt sich dann NFC: Natural Fiber-Reinforced Composites. Aus dem gleichermaßen leichten wie stabilen Material wurde für den Be.e ein Monocoque geschaffen. Das heißt, die Struktur ist selbsttragend und braucht keine weiteren stabilisierenden Elemente. Das Bio-Verbundmaterial mit dem Markennamen Nabasco wurde gemeinsam mit der Inholland University of Applied Sciences und NPSP composites entwickelt.

Laut NPSP besteht ein herkömmlicher Metallrahmen für Roller in der Regel aus mehr als vierzehnhundert Teilen und Kunststoffabdeckungen. Das ist beim Be.e durch ein einziges Biokunststoffteil ersetzt. Bio-Composites seien nicht nur leichter als etwa glasfaserverstärkter Kunststoff, sondern die Ausgangmaterialen könnten mit weniger Energieaufwand hergestellt werden.

Weitere Features des Rollers sind unter anderem eine nanobeschichtete und somit Wasser und Schmutz abweisende Frontscheibe, LED-Beleuchtung sowie ein USB-Ladeanschluss für elektronische Geräte.

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