Kickstarter Ein Roboterarm für den heimischen Schreibtisch

Autor Sebastian Gerstl

Ein Ingenieursteam aus Kalifornien stellt via Crowdfunding mit Dobot einen vierachsigen Robotarm mit hoher Präzision und Wiederholgenauigkeit für Heimanwender vor. Das 3 Kilo schwere Open-Source-Gerät wird mit Schrittmotor und Arduino-Board betrieben und soll sich an Maker und Lehrer richten.

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Ein Robotarm für alle: Mit dem Arduino-gesteuerten „Dobot“ bietet das gleichnamige Startup einen 4-achsigen Fertigungsarm mit Parallellaufsystem für den heimischen Schreibtisch an.
Ein Robotarm für alle: Mit dem Arduino-gesteuerten „Dobot“ bietet das gleichnamige Startup einen 4-achsigen Fertigungsarm mit Parallellaufsystem für den heimischen Schreibtisch an.
(Bild: Dobot.cc)

Der Dobot ist ein leichtgewichtiger, leicht zugänglicher Fertigungsarm mit einer geringen Fehlertoleranz von 0,2 mm. Das versetzt ihn in die Lage, eine Reihe von feinmotorischen Arbeiten zu verrichten: Wie die Entwickler ausführen, kann der Dobot tippen, zeichnen, als 3D-Drucker oder Essensausgabe verwendet werden, sowie mit einer Ladelast von bis zu 500g Gegenstände greifen, anheben und präzise platzieren.

Auf einem eigenen YouTube-Kanal stellt das Entwicklerteam eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten für den auf einer Schreibtischoberfläche montierbaren Roboterarm vor. Zu dem demonstrierten Übungen zählen dabei unter anderem Kalligraphie, das Einfädeln eines Fadens in ein Nadelöhr oder sogar das Spielen von „Angry Birds“ auf einem Smartphone.

Einige technische Daten des Dobot-Robotarm: Das 3 Kilo schwere, aus einer Aluminium-Legierung gefertigte Gerät verfügt über eine Traglast von 500g. Konnektivität ist über UART/Bluetooth vorhanden, Stromversorgung erfolgt über 12 V, 5A Gleichstrom.
Einige technische Daten des Dobot-Robotarm: Das 3 Kilo schwere, aus einer Aluminium-Legierung gefertigte Gerät verfügt über eine Traglast von 500g. Konnektivität ist über UART/Bluetooth vorhanden, Stromversorgung erfolgt über 12 V, 5A Gleichstrom.
(Bild: Dobot/Kickstarter)
Der Dobot ist Open Source und unterstützt diverse frei zugängliche Bibliotheken wie grbl oder Marlin. Er soll sich in erster Linie an Bastler, Maker und Robotik-Lehrer richten. Als zentraler Controller dient ein Arduino Mega 2560. Steuerung ist per PC, Smartphone-App, Sprachbefehle, Bewegungssensor oder sogar EEG möglich. Neben Versatzstücken aus den zugänglichen Arduino-Bibliotheken kann für die Programmierung unter anderem auch Scratch verwendet werden, ein vom MIT entwickeltes Coding-Lernprogramm.

Der Dobot kann über Kickstarter zum Preis ab 499 US-$ vorbestellt werden. Die zugehörige Kampagne hat innerhalb der ersten 48 Stunden bereits über 100.000 US-$ eingespielt und damit das gesetzte Ziel weit übertroffen. Voraussichtlich ab Dezember 2015 können die ersten Geräte ausgeliefert werden.

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