Touch-Sensoren

Ein präziser P-Cap-Touch-Controller für die Industrie

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Wichtige Aspekte der P-Cap-Touch-Controller

Die eigenkapazitive Berührungserfassung ist hingegen empfindlicher und kann daher gewöhnlich Berührungen auch durch dickere Schutzschichten erfassen. Sie hat jedoch den Nachteil, dass sie normalerweise nur ein bis zwei Berührungspunkte gleichzeitig ermitteln kann, da hier anstelle jeder einzelnen Zelle im Raster der gesamte Leitweg in jeder Achse überwacht wird.

Die Forschung und Entwicklung konzentriert sich bisher im Wesentlichen auf die folgenden vier Bereiche, um sowohl die Berührungsempfindlichkeit als auch die Benutzerschnittstelle zu verbessern.

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Dieser Autorenbeitrag ist in der Printausgabe ELEKTRONIKPRAXIS Sonderheft Elektromechanik II erschienen. Diese ist auch als kostenloses ePaper oder als pdf abrufbar.

Schnellere Geschwindigkeit: Insbesondere bei großformatigen Touchscreen-Systemen wirkt sich die Größe des leitfähigen Rasters negativ auf die genaue Erfassung der Berührungspunkte aus. Um dem entgegenzuwirken, muss die zugehörige Steuerungselektronik eine beachtliche Verarbeitungsleitung liefern, denn andernfalls kommt es bei der Bewegung über den Bildschirm zu merklichen Verzögerungen bzw. Latenz, was wiederum die Zufriedenheit des Benutzers mit dem System beeinträchtigt.

Erhöhte Genauigkeit: Wenn die Berührungspunkte nicht exakt genug ermittelt werden, kann das den Benutzer frustrieren. Daher muss das Design des Touchsensor-Rasters und seiner Steuerungseinheit für die Bildschirmgröße und den Anwendungszweck optimiert werden.

Bessere Widerstandsfähigkeit gegen elektromagnetische Störungen: Obgleich die Annahme naheliegt, das sei nur ein Problem bei in einem industriellen Umfeld installierten Touchscreen-Systemen, gibt es eine Vielzahl von gewerblichen Anwendungen, bei denen elektromagnetische Störungen Touchscreens beeinträchtigen können. Selbstbedienungskioske wie Ticket- und andere Verkaufsautomaten an Bahnhöfen sind beispielsweise durch vorüberfahrende Züge periodisch erhöhten elektromagnetischen Störungen ausgesetzt.

Entsprechend werden auch Touchscreens in Bereichen mit ungleichmäßiger oder schlecht regulierter Stromversorgung von transienten Störspannungen im Netzkabel beeinträchtigt. Unter diesen Bedingungen sind das Elektronikdesign und die vom Touch-Controller verwendete Firmware zur Berührungserfassung verbesserungsbedürftig, um eine zufriedenstellende Signalintegrität zu gewährleisten.

Bessere Integration: Bei kompakten Touchscreen-Designs ist es zweifellos vorteilhaft, wenn der Platzbedarf des Touch-Controllers auf ein Minimum begrenzt werden kann. Es ist daher wichtig, die Größe der Leiterplatte zu verringern und den Controller-Chipsatz bereitzustellen, sodass die Konstrukteure den Touch-Controller gegebenenfalls auf der vorhandenen Hauptplatine integrieren können.

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