Gehäuse Ein passender Maßanzug für Tragschienengeräte

Autor / Redakteur: Peter Hauser * / Kristin Rinortner

Es gibt kaum eine Automatisierungs-Komponente, die nicht für die Hutschienenmontage lieferbar ist. Auch in Gehäuse und Koffer hat die Hutschiene mittlerweile Einzug gehalten – vor allem dann, wenn es um mobile Service-, Trainings- und Schulungseinsätze geht.

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Kundenspezifische Gehäuse und Koffer: Stabile Koffer und Gehäuse sind für alle mobilen Anwendungen in den Bereichen Automatisierung, Automotive, Didaktik, Gerätebau, Medizintechnik, Mess-, Steuerungs- und Analysetechnik sowie sicherheitsrelevante Applikationen notwendig.
Kundenspezifische Gehäuse und Koffer: Stabile Koffer und Gehäuse sind für alle mobilen Anwendungen in den Bereichen Automatisierung, Automotive, Didaktik, Gerätebau, Medizintechnik, Mess-, Steuerungs- und Analysetechnik sowie sicherheitsrelevante Applikationen notwendig.
(Bild: Santox)

Ansetzen, rasten, fest – und umgekehrt: So einfach stellen sich die Montage und der Wechsel von Tragschienengeräten dar. Damit werden nachträgliche Erweiterungen und Neukonfigurationen durch geänderte Aufgabenstellungen oder ein hardwareseitiges „Upgrade“ auf eine weiterentwickelte Komponente (zumindest mechanisch) zum reinsten Kinderspiel. Die einzelnen Baugruppen können auf der Schiene entweder platzsparend dicht an dicht oder – zur Vermeidung gegenseitiger Beeinflussung respektive aus wärmetechnischen Überlegungen – auf Abstand montiert werden.

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Auch eine optische Gruppierung zusammen gehörender Funktionsgruppen lässt sich leicht und auch noch nachträglich realisieren. Zudem kommunizieren viele der für die Tragschiene konzipierten Geräte sowohl für den Datenaustausch als auch bei den Versorgungsspannungen durch Anreihung direkt mit ihren Nachbarn, was den Verdrahtungsaufwand reduziert respektive erleichtert.

Für unterschiedlichste mobile Einsätze unterstützt Santox seine Kunden seit Jahrzehnten mit meist maßgeschneiderten und -konfigurierten Gehäuselösungen auch für dieses Genre. Der Firmenphilosophie entsprechend, werden dazu in den hochwertigen Aluminiumprofil- oder Zargenkoffern nicht irgendwelche, sondern hochwertige Tragschienen NS35/15 AL von Phoenix Contact verbaut.

Beispielhaft soll eine typische Tragschienenapplikation vorgestellt werden. Bei diesem Anwendungsfall geht es um Instandhaltungsstrategien für unterschiedliche Feldbussysteme. Die dafür erforderliche Elektronik hat Santox für seinen Kunden in acht unterschiedlich bestückten Koffern realisiert, die nicht nur Schutz bieten, sondern auch mobil einsetzbar sind.

Keine Ausfallzeiten bei Feldbussen riskieren

Das Unternehmen IVG Göhringer in Holzgerlingen hat sich als Experte für alle gängigen Feldbussysteme etabliert. Hochgradig spezialisiert ist man dort auf Fehlersuche, Fehlerbeseitigung, grundsätzliche Fehlervermeidung, EMV-gerechten Aufbau und geeignete Instandhaltungsstrategien. Dieses Wissen wird nicht nur als Dienstleistung angeboten, sondern auch in Anwenderschulungen weitervermittelt.

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Dieser Autorenbeitrag ist in der Printausgabe ELEKTRONIKPRAXIS 13/2015 erschienen. Diese ist auch als kostenloses ePaper oder als pdf abrufbar.

Von produzierenden Unternehmen wird heute höchste Flexibilität gefordert. Erreicht wird dies durch hohen Automatisierungsgrad und die durchgängige Vernetzung „von der Konstruktion bis zur Auslieferung“. Entsprechend wichtig ist die Instandhaltung von Netzwerken und Feldbussystemen, die sich wie ein zentrales Nervensystem durch den Maschinenpark und die komplexen Fertigungsanlagen ziehen.

Zur Wartung und Instandhaltung der Netzwerke und Bussysteme gibt es in der Praxis unterschiedlich erfolgreiche Ansätze:

  • Den „Feuerwehreinsatz“, der erst aktiv wird, wenn es bereits brennt und Busstörungen zum Produktionsstillstand führen,
  • mehr oder weniger regelmäßige Messungen sowie
  • die permanente Busüberwachung.

Eine gewisse Unsicherheit, wie „richtig“ vorzugehen ist, rührt daher, dass die Alterung von Bussystemen und den in ihnen verwendeten Bauteilen – wie beispielsweise Kontakten – nicht greifbar und nicht quantifizierbar ist. Bei mechanischen Baugruppen ist das einfacher, sie verschleißen linear oder analog zur Belastung. Auch die aufwändige Messtechnik und das fundierte Expertenwissen, die für eine umfassende Bus- und Telegrammanalyse benötigt werden, sind nicht überall durchgängig verfügbar. Schließlich kommt auch die „psychologische Komponente“ ins Spiel: Nur ja nicht in ein funktionierendes System eingreifen.

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