Mensch-Maschine-Interaktion Ein Kuka-Roboter tanzt Ballett

Redakteur: Katharina Juschkat

Eine ungewöhnliche Hauptperson hat die 360-Grad-Inszenierung des Staatstheaters Augsburg: Ein Kuka-Industrieroboter ist einer der Hauptdarsteller des Virtual-Reality-Ballets. Zuschauer können der Inszenierung mit der VR-Brille von zuhause aus folgen.

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Ein Kuka-Roboter tanzt Ballett auf der Bühne: Ab dem 10. September ist die Aufführung von zuhause aus mit VR-Brille zu sehen.
Ein Kuka-Roboter tanzt Ballett auf der Bühne: Ab dem 10. September ist die Aufführung von zuhause aus mit VR-Brille zu sehen.
(Bild: Jan-Pieter Fuhr)

Mensch und Maschine arbeiten nicht nur in Fabrikhallen Hand in Hand: Eine Ballett-Inszenierung des Staatstheaters Augsburg zeigt einen Industrieroboter von Kuka in einer der Hauptrollen. Die 360-Grad-Inszenierung können die Zuschauer mittels Virtual-Reality(VR)-Brille von zuhause aus verfolgen.

Normalerweise kommt der KR Iontec des Augsburger Automatisierungsspezialisten Kuka in der industriellen Produktion für Aufgaben wie Schweißen, Palettieren oder Montieren zum Einsatz. Doch als Leihgabe für das Staatstheater Augsburg tritt der Roboter diesmal auf einer Theaterbühne mit 17 Tänzerinnen und Tänzern in Interaktion. Der Fokus der Inszenierung liegt auf dem Thema Mensch-Maschine-Interaktion, technische Programmierung steht dabei menschlichem Bewusstsein gegenüber.

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Die Premiere ist am 10. September 2021, ab diesem Tag wird „Kinesphere“ bestellbar sein. Das Stück ist als Ballett-Erfahrung Teil der Virtual-Reality-Inszenierungen des Staatstheaters Augsburg. Die VR-Brillen werden deutschlandweit zum Publikum nach Hause geliefert. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können von daheim der 360-Grad-Aufführung folgen.

Künstlerische Darstellungen mit Robotern

Es ist nicht das erste Mal, dass Industrieroboter außerhalb von Produktionshallen in der Kulturszene zum Einsatz kommen. So verbindet das Ars Electronica Festival im österreichischen Linz die Themenfelder Kunst, Technologie und Gesellschaft. Dabei zeigte unter anderem die Ausstellung „Kreative Robotik“ in einer Kooperation mit Kuka die Industrieroboter abseits der Fabrikhallen und beschäftigte sich mit ihnen als Werkzeug kreativen Ausdrucks.

2019 tanzte der Choreograph und Tänzer Huang Yi während eines Festivals in Düsseldorf mit einem KR Cybertech. Und im Jüdischen Museum in Berlin beschrieb ein Kuka-Roboter im Rahmen einer Kunstinstallation mit Schreibfeder und Tinte in der Geschwindigkeit menschlicher Handschrift eine rund 80 Meter lange Papierrolle mit hebräischen Buchstaben.

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