Embedded-Gehäuse

Ein Gehäuse vom Prototyp bis zum serienreifen Produkt

| Autor / Redakteur: Gladys Dorkin* / Lea Drechsel

Auch ohne Befestigungsbohrungen in der Leiterplatte kann diese im Gehäuse optimal fixiert werden.
Auch ohne Befestigungsbohrungen in der Leiterplatte kann diese im Gehäuse optimal fixiert werden. (Bild: Pentair)

Standardgehäuse gibt es viele, doch es werden auch individuelle Lösungen benötigt. Schroff-Gehäuse wurden für ein Embedded-Testgerät angepasst.

Für die Entwicklung von Embedded Systemen setzen Entwickler eine Vielzahl von Soft- und Hardwaretools ein. Ein Hersteller solcher hochwertigen Entwicklungswerkzeuge stand bei der Entwicklung eines neuen Testgeräts für Embedded Anwendungen vor der Herausforderung ein passendes Gehäuse zu finden. Mit der Gehäuseplattform Schroff Interscale M von Pentair hat er eine geeignete Basis gefunden.

Der Hersteller suchte einen Partner, der seine verschiedenen Projektphasen von der Prototypenentwicklung bis zum Serienprodukt mit einer flexiblen Gehäuselösung unterstützt. Das Gehäuse sollte sowohl als Tischversion, als auch zum Einbau in einen 19“-Schrank geeignet sein.

Neben entsprechenden Aufstellfüßen mussten also auch 19“-Winkel angebracht werden können. Bei den Abmessungen lautete die Vorgabe: So klein wie möglich und so groß wie nötig. Eine weitere wichtige Anforderung war die leichte Montier- und Demontierbarkeit des Gehäuses, da die Anwender des Endprodukts unbeschränkten Zugriff auf die eingebaute Leiterplatte sowie die Anschlüsse haben möchten.

Ausgangspunkt: Leiterplatte diktiert Randbedingungen

Die zu verpackende Leiterplatte stand bereits als Prototyp zur Verfügung, so dass die Randbedingungen für das Gehäuse schnell festgelegt werden konnten. Auf der Leiterplatte waren keine Befestigungsbohrungen vorgesehen, was es für den Kunden schwierig machte ein geeignetes Standard-Gehäuse auf dem Markt zu finden.

Doch beim Schroff Interscale M-Gehäuse wurden die Entwickler fündig. Dieses Gehäuse versprach die notwendige Flexibilität, die für den Aufbau des Testgerätes nötig war. Eine besondere Herausforderung waren die beiden Einsatzbereiche – einmal als Tischgerät und zum anderen als 19“-Einbau-Version. Hier stellte sich die Frage der Kühlung ebenso wie der EMV- und IP-Schutz.

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Aus nur viel Einzelteilen entstehen Standardgehäuse

Das Schroff Interscale M Gehäuse von Pentair wurden als flexible Plattformlösung speziell für ungenormte, kleinere Formfaktoren entwickelt. Mit dem dreistufigen Konzept – Standard-Gehäuse, modifizierte Gehäuse und kundenspezifische Gehäuse – können alle Kundenanforderungen basierend auf einer Gehäuseplattform erfüllt werden. Das verringert zum einen die Entwicklungszeit und natürlich auch die Kosten. Auch das war ein Grund, warum man sich für dieses Gehäuse entschieden hat.

Am Anfang stand der Leiterplatten-Prototyp.
Am Anfang stand der Leiterplatten-Prototyp. (Bild: Pentair)

Das Standard-Gehäuse besteht aus nur vier Einzelteilen, einem stabilen U-förmigen Körper, Front- und Rückseiten sowie einem Deckel. Es ist in 21 verschiedene Gehäuse-Größen mit geschlossenen oder perforierten Seitenwänden zur forcierten Luftkühlung verfügbar. Dies zahlt sich besonders beim Aufbau von Prototypen aus, da diese meist schnell verfügbar und flexibel sein müssen. Auch die Kundenanforderung nach einer leichten Montier-, Demontierbarkeit und Zugänglichkeit wird erfüllt.

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Durch die abnehmbaren Front- und Rückelemente ist die eingebaute Elektronik jederzeit leicht zugänglich. Und mit nur zwei Schrauben kann das Gehäuse schnell und einfach montiert und demontiert werden. Mit dem Einsatz geschlossener Seitenwände wird die Schutzart IP30 gewährleistet. Auch der EMV-Schutz ist bereits integriert. Er wird durch die Verzahnung der Gehäusewände erreicht und auch mit perforierten Seitenwänden bei 20 dB bis 2 GHz gewährleistet.

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