Spezialmaße für Displays Ein Experte für den perfekten Display-Schnitt

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Displays in ganz speziellen Größen: Das ist das Geschäft von Litemax aus Taiwan. Das Designhaus bietet ein exakt zugeschnittenes Display und die Steuerelektronik.

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Das LC-Display SSD4355 ist das weltweit erste geschnittene 4k2k-Display von Litemax.Es bietet 1000 cd/m² bei einer Auflösung von 3840 x 540. Die MTBF gibt der Hersteller mit 100.000 Stunden an.
Das LC-Display SSD4355 ist das weltweit erste geschnittene 4k2k-Display von Litemax.Es bietet 1000 cd/m² bei einer Auflösung von 3840 x 540. Die MTBF gibt der Hersteller mit 100.000 Stunden an.
(Bild: Litemax)

Displays in Standard-Formaten kann jeder, doch wenn ganz bestimmte Maße gefragt sind, dann braucht man jemanden, der sich mit dem Zuschnitt von Displays auskennt. Das taiwanische Unternehmen Litemax bietet neben Design und Prototypen exakt zugeschnittene Displays von unterschiedlichen Herstellern an. Das Zuschneiden eines Displays kann nicht jeder.

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Doch werfen wir kurz ein Blick zurück: Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2000 und konnte in den vergangenen 16 Jahren viel Wissen in Bezug auf Display-Zuschnitt sammeln. Geschnitten wird dabei nicht nur das Glas, sondern auch Leiterplatten und Schaltungen. Und genau hier ist Litemax ein führender Experte, der vor allem die Industrie anspricht. Die Display müssen sparsam bei der Energieaufnahme sein. Deshalb arbeitet in der Steuereinheit ein Atom-Prozessor.

Neben den Displays bietet Litemax auch die entsprechende Steuerelektronik an. Die kompakte Hardware prüft Temperatur, Helligkeit und die angeschlossenen Lüfter. Damit bietet der taiwanische Hersteller ein komplettes Paket aus Display und Steuerung an.

Schmal und weit – das Display wird zugeschnitten

Im Angebot sind drei Produktklassen: Spanpixel, Durapixel und Navpixel. Bei den Klasse der Spanpixel kommen Standard-TFT-Displays zum Einsatz, die auf das gewünschte Maß geschnitten werden. Das können Diagonalen von 6,2 Zoll mit einer Auflösung von 1024 x 250 Pixel sein bei einer Helligkeit von 1000 cd/m². Die Durapixel, vom englischen „durability“, also Langlebigkeit, bieten eine MTBF von 30.000 Stunden. Solche Displays werden vor allem im öffentlichen Personennahverkehr eingesetzt. Eine besondere Familie sind die Navpixel. Sie finden sich im Umfeld der Marine und sind dementsprechend international zertifiziert. Eingesetzt werden können diese Displays auf U-Booten oder Yachten.

Das Display mit den zwei Seiten

Litemax sieht sich vor allem als ein Designhaus, das seinen Kunden und Partnern bei der Projektierung unterstützt. Die Industriekunden benötigen Displays, die dem rauen Alltag standhalten. Auch Trends wie 4k oder OLED-Displays sind in der Industrie kein Thema, sagt Tim Liang, Vice President Sales für Europa. „Wir sehen in hochaufgelösten Displays wie 4k im industriellen Umfeld keinen Bedarf. Lediglich im medizinischen Umfeld sind solche Geräte gefragt.“ Auch den OLED-Displays erteilt er eine Absage: „Ein Display auf Basis von OLEDs ist kein Ersatz für einen TFT in der Industrie. Sie sind einfach nicht flexibel genug und vor allem zu teuer.“

Smart City und die Flut an Informationen

Das Zusammenspiel eines maßgeschneiderten Displays mit einem Embedded-Computer ist ein großer Vorteil, den ein Systemhaus wie Litemax bietet. „Große Unternehmen erkennen den Wert eines Designhauses. Gerade der öffentliche Sektor wird in den nächsten Jahren weiter wachsen. Die dabei eingesetzten Displays und Computer müssen unabhängig von der Umwelt ohne Probleme funktionieren. Hitze, Kälte und Feuchtigkeit dürfen keinen Einfluss auf die Geräte haben. Mit Blick auf die vernetzte Stadt von morgen ist Tim Liang zuversichtlich, dass seine Produkte eingesetzt werden: „In der Smart City werden wir überall von Informationen umgeben sein. Diese darzustellen ist Aufgabe eines guten Displays, die wir anbieten. „Information everywhere“ ist nur mit Displays möglich.“

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