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Nanotechnologie

Ein Bit pro Atom – Forscher entwickeln kleinste Festplatte der Welt

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Codierte Markier geben die Speicherpositionen an

Erläuterung der Bitlogik und der atomaren Marker im an der TU Delft entwickelten Datenspeicher.
Erläuterung der Bitlogik und der atomaren Marker im an der TU Delft entwickelten Datenspeicher.
(Bild: TU Delft)

Die Forscher ordneten so Atome in Speicherblöcken zu je 8 Byte (64 Bit) an. Jeder Block besitzt einen Marker, nach der selben Art wie die "Löcher“ im Raster der Chloratome. Diese Marker funktionieren ähnlich wie QR Codes und tragen die Informationen über die genaue Position des Speicherblocks auf der Kupferplatte in sich. Mit Hilfe dieses Markers soll sich auch feststellen lassen, ob ein Speicherblock eventuell beschäfigt ist.

Auch wenn die Kupferoberfläche nach Ansicht der Forscher nicht die bestmögliche Fläche ist, lässt sich dennoch auf diese Weise der so erzeugte Datenträger einfach hochskalieren - jedenfalls in der Theorie.

Das Team aus Delft ist nicht das erste, dem der Bau eines ein-atomigen Speichers gelingt. Allerdings waren bisherige Ansätze auf einzelne Atome beschränkt, umständlich zu nutzen und nur bei extrem niedrigen Temperaturen unterhalb von -260 Grad Celsius stabil.

Von einer praktischen Anwendbarkeit außerhalb von Laborbedingungen sind die Forscher allerdings noch weit entfernt.

„In seiner derzeitigen Form funktioniert der Speicher nur unter äußerst reinen Vakuumbedingungen und bei einer Temperatur von flüssigem Stickstoff, bei 77K (ca. -196°C),“ sagt Otte. Man habe es aber sicherlich geschafft, mit dieser Entwicklung einen Schritt weiter zu echten atomaren Speichern zu gelangen.

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