Acht Jahre nach der Insolvenz

Ehemalige Qimonda-Mitarbeiter erhalten Millionenzahlungen

| Redakteur: Franz Graser

Achteinhalb Jahre nach der Insolvenz haben etwa 3600 ehemalige Beschäftigte von Qimonda Dresden die Aussicht, einen Teil ihrer Forderungen ausbezahlt zu bekommen.
Achteinhalb Jahre nach der Insolvenz haben etwa 3600 ehemalige Beschäftigte von Qimonda Dresden die Aussicht, einen Teil ihrer Forderungen ausbezahlt zu bekommen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Gläubiger und ehemalige Mitarbeiter des insolventen Halbleiterherstellers Qimonda Dresden dürfen damit rechnen, einen Teil ihrer Forderungen ausgezahlt zu bekommen. In mehreren Zahlungen sollen 73 Millionen Euro an über 3600 Gläubiger verteilt werden.

Qimonda war eine Tochtergesellschaft von Infineon. Der Münchner Halbleiterkonzern hatte seine Speicherchipsparte in diese Gesellschaft überführt. Auch nach dem Börsengang im Jahr 2006 blieb Infineon der Hauptaktionär.

Gegen Ende des vergangenen Jahrzehnts fuhr Qimonda hohe Verluste ein. Sparprogramme wurden aufgelegt, außerdem suchte Infineon einen Käufer für den angeschlagenen Speicherhersteller zu finden. Besonders problematisch wirkte sich aus, dass das Unternehmen bis 2008 praktisch als einziger der relevanten DRAM-Hersteller noch mit der sogenannten Trench-Technik arbeitete. Anfang 2009 erfolgte schließlich der Insolvenzantrag.

Dabei werden Speicherkondensatoren in einem Loch beziehungsweise einem Graben (englisch Trench) untergebracht. Diese Technik des Speicheraufbaus ist sehr aufwendig. Darüber hinaus wiesen die mit diesem Verfahren hergestellten Chips einen vergleichsweise hohen Energieverbrauch auf.

Die Zahlungen an die Gläubiger und ehemaligen Beschäftigten der Qimonda Dresden sollen sich folgendermaßen aufteilen: In einer ersten Abschlagszahlung erhalten 3620 Gläubiger, davon 3039 ehemalige Arbeitnehmer, insgesamt einen Betrag von 42,3 MiIlionen Euro. Diese Zahlung entspricht einer Quote von 25 Prozent auf die Insolvenzforderungen.

In weiteren Zahlungen werden rund 31 Millionen Euro an 2747 Gläubiger verteilt, von denen 2572 ehemalige Arbeitnehmer sind. Laut einer Mitteilung des Insolvenzveralters Rechtsanwalt Michael Jaffé können „Arbeitnehmer, die zum Zeitpunkt des Ausscheidens von Infineon als Gesellschafterin bereits bei der späteren Qimonda Dresden beschäftigt waren“, aber auch Lieferanten und hoheitliche Gläubiger nahezu mit einer vollen Erstattung ihrer Forderungen rechnen. Aber auch die weiteren Gläubiger können demnach im Verlauf des Insolvenzverfahrens zusätzliche Zahlungen erwarten.

Zum Beginn des Verfahrens war mit diesem Erfolg nicht zu rechnen gewesen: Zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags seien keine liquiden Mittel vorhanden gewesen. Jedoch sei es unter anderem gelungen, Käufer für die Dresdner Reinraumanlagen zu finden. Dies sei nicht nur im Sinne der Gläubiger gewesen, sondern die Anlagen seien dazu genutzt worden, neue Arbeitsplätze zu schaffen.

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Schade, dass offensichtlich nicht alle Leser Olafs feine Ironie -2000 Euro sind es allenfalls nach...  lesen
posted am 13.07.2017 um 13:42 von Unregistriert

Lieber robi111; warum immer diese Meckerei? Erstens können Sie anscheinend nicht rechnen, denn es...  lesen
posted am 12.07.2017 um 13:27 von Unregistriert

Apropos, nicht rechnen können: 2000 Euro brutto sind es allenfalls nach Eva Zwerg. ;-)  lesen
posted am 10.07.2017 um 14:17 von Olaf Barheine

Insolvenz herbeiführen ist keine Straftat. Insolvenz verschleppen schon.  lesen
posted am 10.07.2017 um 13:12 von Unregistriert

Ihr könnt wohl alle nicht rechnen, oder musste es -wider besseres Wissen- so eine reisserische...  lesen
posted am 10.07.2017 um 13:02 von roby111


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