Stromverbrauch

EEMBC strebt Energieeffizienz-Benchmark für Ultra-Low-Power-Controller an

| Redakteur: Franz Graser

Gerade bei batteriebetriebenen Geräten ist die Energieefizienz der intelligenten Bausteine von zentraler Bedeutung. Der EEMBC-Benchmark soll für Transparenz und Vergleichbarkeit sorgen.
Gerade bei batteriebetriebenen Geräten ist die Energieefizienz der intelligenten Bausteine von zentraler Bedeutung. Der EEMBC-Benchmark soll für Transparenz und Vergleichbarkeit sorgen. (Bild: Clipdealer)

Das Embedded Microprocessor Benchmark Consortium (EEMBC) hat angekündigt, eine standardisierte Methode zur Ermittlung des Energieverbrauchs von Ultra-Low-Power-Mikrocontrollern zu ermitteln.

Ziel des Benchmarks ist es, einen industrieweiten Standard für den Vergleich der Mikrocontroller verschiedener Hersteller zu schaffen. Zu diesem Zweck hat der EEMBC eine Ultra-Low-Power-Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, an der zur Zeit die Hersteller Analog Devices, ARM, Atmel, Cypress, Energy Micro, Freescale, Fujitsu, Microchip, Renesas, Silicon Labs, STMicroelectronics und Texas Instruments beteiligt sind.

Zum Vorsitzenden der Arbeitsgruppe wurde Horst Diewald von TI berufen. Diewald gilt als Vater der TI-Microcontroller der Reihe MSP430, der in Geräten mit Langzeitbatterie wie zum Beispiel Wärmezählern oder Blutdruckmessgeräten zum Einsatz kommt.

Die ULP-Arbeitsgruppe befindet sich nach Angaben ihres Vorsitzenden Diewald zur Zeit noch in der Findungsphase. Im Gegensatz zum EEMBC-Benchmark CoreMark, der einen industrieweiten Standard für die Vergleichbarkeit der Rechenleistung von Embedded-Prozessoren darstellt, soll die ULP-Kennzahl ausschließlich die Energiemenge wiedergeben, die ein Controller für die Abarbeitung einer bestimmten Aufgabe benötigt. „Wenn die Software, die Hardware und das Mess-Equipment definiert sind, hat man die größtmögliche Vergleichbarkeit“, sagte TI-Mann Diewald der ELEKTRONIKPRAXIS.

Laut Diewald soll die erste Version der ULP-Benchmarkprogramms im ersten Quartal 2013 fertig sein. Die beteiligten Unternehmen haben dann drei Monate Zeit, den Benchmark zu testen und ihr Feedback einzureichen. Die Erfahrungen aus der ersten Version sollen dann in die Weiterentwicklung einfließen.

Diewald schloss auch nicht aus, dass der Benchmark auch eine Vergleichbarkeit des Codes erlauben könnte, den unterschiedliche Compiler für eine bestimmte Mikrocontroller-Architektur erzeugen. So wäre es denkbar, dass auch Entwicklungswerkzeuge nach der standardisierten Methode daraufhin getestet werden können, wie energieeffizient der von ihnen erzeugte Code ist.

Markus Levy, Präsident des EEMBC, freut sich über den Enthusiasmus, mit dem sich die Hersteller von Mikrocontrollern an dem Benchmark-Projekt beteiligen. Er sagte: „Im Interesse der Systementwickler fordern wir alle relevanten Firmen, einschließlich der Systemanbieter, der Hersteller von Mikrocontrollern und Anbieter von Entwicklungswerkzeugen auf, an diesem Projekt mitzuarbeiten.“

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The benchmarks will be developed in phases. Phase one will only consider the micro core plus...  lesen
posted am 11.02.2013 um 23:59 von Unregistriert

Da bin ich gespannt, ob dieser Benchmark auch die Peripherie und insbesondere die stromfressende...  lesen
posted am 30.01.2013 um 11:21 von Olaf Barheine


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