Embedded

EEMBC-Konsortium strebt Benchmark für das Internet der Dinge an

| Redakteur: Franz Graser

Er sieht im angekündigten Benchmark für IoT-Geräte eine „schöne Herausforderung“: Markus Levy, Präsident des EEMBC.
Er sieht im angekündigten Benchmark für IoT-Geräte eine „schöne Herausforderung“: Markus Levy, Präsident des EEMBC. (Bild: The Multicore Association)

Die Energieeffizienz von Geräten, die mit dem Internet der Dinge verbunden sind, steht im Fokus des Benchmark-Konsortiums. Entwickler sollen dadurch den realen Stromverbrauch der Geräte besser einschätzen können.

Das Embedded Microprocessor Benchmark Consortium (EEMBC) kündigte an, eine Messmethode für Geräte im sogenannten Internet of Things (IoT) zu erarbeiten. Sie soll eine verlässliche und industrieweit akzeptierte Maßzahl liefern, mit der IoT-Systeme im Hinblick auf ihre Energieeffizienz verglichen werden können.

Für das EEMBC weist ein Gerät im IoT bis zu vier Aspekte auf: den Sensor oder Signalgeber (1), die benötigte Rechenkapazität (2), die Schnittstellen zwischen Signalgeber Mikrocontroller (3) sowie den Kommunikationsmechanismus, mit dem das Gerät Informationen aus dem Internet empfängt oder Daten an das Netz versendet (4).

Der Benchmark, den das Konsortium entwickeln will, soll die kombinierten Effekte dieser Aspekte berücksichtigen. Die Maßzahl soll es erlauben, die möglichst beste Verbindung aus Mikrocontroller und Funkkomponente zu wählen.

Dieser Ansatz trägt der Tatsache Rechnung, dass die Batterielebensdauer einer der zentralen Faktoren bei Geräten im Internet der Dinge darstellt. IoT-Geräte sind in der Regel batteriebetrieben, da sie mobil und flexibel eingesetzt werden.

„Da es sehr unterschiedliche Anwendungen im IoT gibt, sind verschiedene Profile notwendig, um die gängigsten Funktionen abzubilden. Dadurch wird der Benchmark nützlicher, aber eben auch komplexer“, sagt Mark Wallis, der Ko-Vorsitzende des IoT-Arbeitskreises im EEMBC und Systemarchitekt bei STMicroelectronics.

Markus Levy, der Präsident des Konsortiums, ergänzt, dass das angestrebte Messprogramm auf dem Ansatz und den Profilen des Ultra-Low-Power-Benchmarks ULPBench basieren werde. Aus Ingenieursicht sei dies eine schöne Herausforderung, da man zusätzliche Leistungs- und Effizienzaspekte in den Benchmark einbauen müsse, insbesondere im Hinblick auf die Funk- und Sensorkomponenten.

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