Ventilatoren und Motoren in der Krise ebm-papst schafft mit knapp 2,3 Mrd. Euro Rekordumsatz

Von Kristin Rinortner

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Die ebm-papst Gruppe setzt ihren globalen Wachstumskurs trotz das Ausbremsens durch Krisen fort. Das Geschäftsjahr 2021/22 schloss das baden-württembergische Familienunternehmen mit einem Umsatzerlös von 2,288 Mrd. Euro ab. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 9,9 Prozent.

Ventilatoren und Motoren: ebm-papst schloss das vergangene Geschäftsjahr mit einem Umsatzrekord ab – trotz Corona, Lieferketten- und Materialengpässen.
Ventilatoren und Motoren: ebm-papst schloss das vergangene Geschäftsjahr mit einem Umsatzrekord ab – trotz Corona, Lieferketten- und Materialengpässen.
(Bild: © Philipp Reinhard für ebm-papst )

Der Spezialist für Ventilatoren und Motoren ebm-papst kann in einem schwierigem Marktumfeld, das geprägt war von Covid-19, weltpolitischen Unsicherheiten und Materialengpässen, auf ein gutes Jahr zurückblicken. Auch wenn die Bedarfe nicht vollumfänglich gedeckt werden konnten, schloss das baden-württembergische Familienunternehmen das am 31. März 2022 zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2021/22 mit einem Umsatzerlös von 2,288 Mrd. Euro ab. Gegenüber dem Vorjahr (2,082 Mrd. EURO) bedeutet dies eine Steigerung um 206 Mio. Euro (+ 9,9 %).

„Hinter uns liegt ein von Herausforderungen geprägtes Geschäftsjahr“

Dr. Klaus Geißdörfer: „Es gelang uns nicht, die enormen Marktbedarfe vollständig zu bedienen. Dennoch konnten wir einen neuen Rekordumsatz in unserer Unternehmensgeschichte erzielen.“
Dr. Klaus Geißdörfer: „Es gelang uns nicht, die enormen Marktbedarfe vollständig zu bedienen. Dennoch konnten wir einen neuen Rekordumsatz in unserer Unternehmensgeschichte erzielen.“
(Bild: Christof Wolf für ebm-papst )

Dr. Klaus Geißdörfer, CEO der ebm-papst Gruppe erklärt: „Hinter uns liegt ein von hoher Anspannung auf den Beschaffungsmärkten, weltpolitischen Krisen und pandemiebedingten Herausforderungen geprägtes Geschäftsjahr. Trotz großer Anstrengungen und Flexibilität auf allen Arbeitsebenen – insbesondere durch den globalen Kampf um elektronische Bauteile – und eines Investitionsprogramms von über 140 Mio. Euro gelang es uns nicht, die enormen Marktbedarfe und Nachfragen nach unseren energieeffizienten Lösungen vollständig zu bedienen. Dennoch konnten wir einen neuen Rekordumsatz in unserer Unternehmensgeschichte erzielen.“

ebm-papst: Ausblick auf 2022/23

Für das aktuelle Wirtschaftsjahr 2022/23 plant ebm-papst mit einem moderaten Umsatzwachstum. Eine verlässliche Umsatzprognose ließe sich aufgrund der aktuellen weltpolitischen und wirtschaftlichen Situation derzeit nicht treffen, verlautete aus Unternehmenskreisen.

Rund 130 Mio. Euro sollen in die Forschung und Entwicklung fließen, um insbesondere die Ressourceneffizienz des gesamten Produktportfolios weiter zu erhöhen. Dabei konzentriert man sich auf die Themenschwerpunkte Digitalisierung, Aerodynamik und -akustik, energieeffiziente Produktkonzepte sowie den Ausbau der Elektronik- und Systemfähigkeit.

Damit gehen über 5 % des Umsatzes in die Neu- und Weiterentwicklung des Produktportfolios sowie in die Grundlagenforschung. Auch im vergangenen Geschäftsjahr steckte das Unternehmen 128,6 Mio. Euro (Vorjahr: 112,9 Mio. Euro) in die Forschung und Entwicklung.

Hohe Kundenbedarfe nach Antriebs- und Ventilatorensystemen

Auf die ungebrochen hohen Kundenbedarfe nach seinen Antriebs- und Ventilatorsystemen reagiert der Technologieführer mit Kapazitätserweiterungen in China und USA sowie mit neuen Forschungs- und Entwicklungsgebäuden und Laboren in Mulfingen. In Summe plant ebm-papst mit Investitionen von 155 Mio. Euro (+ 10 %) und forciert damit den Ausbau seines „local for local“ Initiative zur weiteren Stärkung und zur Erhöhung der Eigenständigkeit seiner Regionen Asien, Europa und Nordamerika.

„ebm-papst ist weltweit gut aufgestellt und besitzt in seinen Märkten großes Potential“, so Geißdörfer. „Um nachhaltig erfolgreich und fit für die Zukunft zu sein, haben wir unser Programm „Gemeinsam Zukunft machen“ gestartet. Hiermit schaffen wir die Voraussetzungen für weiteres Wachstum, beschleunigen die internationale und vernetzte Ausrichtung unserer Organisation, schärfen unsere aktuellen Geschäftsfelder, vereinheitlichen globale Prozesse und schaffen das Fundament einer gemeinsamen Systemlandschaft. Dadurch können wir mittelfristig unser Produkt- und Serviceangebot für unsere Kunden erweitern und uns auf langfristiges und nachhaltiges Wachstum ausrichten. Unser klarer Fokus liegt auf den Megatrends Digitalisierung und Klimaneutralität.“

Investitionen in Deutschland

In Deutschland hatte ebm-papst in drei neue Technologiegebäude am Standort in Mulfingen investiert. Der Betriebsmittelbau sowie das Qualifizierungs- und Erprobungszentrum sind fertiggestellt. Das neue Zentrum für die Elektronikentwicklung (16 Mio. Euro) befindet sich im Bau und soll im Frühjahr 2023 von rund 50 Fachkräften bezogen werden. Von der Nettoinvestition von 155 Mio. Euro werden im laufenden Jahr 90,5 Mio. Euro auf Auslandsinvestitionen, 64,5 Mio. Euro auf das Inland entfallen. Die Anzahl der Beschäftigten wuchs um 283 auf insgesamt 14.778 Mitarbeitende weltweit.

Umsatz der Bereiche und Regionen im Detail

Die industrielle Lufttechnik steigerte sich um + 10,5 % auf 1.501,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1.358,9 Mio. Euro). Besonders auf den Zukunftsmärkten der intelligenten Gebäudeklimatisierung, der energieeffizienten Ausstattung von Serverfarmen und der Reinraumtechnik ist ebm-papst fest etabliert. In den Geschäftsfeldern Automotive und industrielle Antriebstechnik dagegen wuchs der Umsatz nur leicht um + 3,8 % auf 338,6 Mio. Euro (Vorjahr: 326,1 Mio. Euro). Dieser Bereich steht unter dem Einfluss des Wandels in der Automobiltechnik und eines steigenden Automatisierungsgrads in der Industrie.

Trotz der aktuellen Herausforderungen, wie fragile Lieferketten, politische Konflikte sowie Covid-19, erzielte die Gruppe in allen Regionen ein deutliches Umsatzwachstum. Äußerst erfreulich zeigte sich Asien mit einem Umsatz von 443,3 Mio. Euro (Vorjahr: 393,4 Mio. Euro / + 12,7 %).

Ein starkes Wachstum erreichte man weiterhin in den USA. Hier konnte das Familienunternehmen um + 12,1 % auf 276,5 Mio. Euro (Vorjahr: 246,6 Mio. Euro) zulegen. Ebenso zweistellig wuchs der Ventilatorspezialist in Europa (exklusive Deutschland) mit + 10% auf 1.095,2 Mio. EURO (Vorjahr: 995,9 Mio. Euro). Im Inland verzeichnete das Unternehmen eine Umsatzsteigerung von + 6,2 % auf 473,4 Mio. Euro (Vorjahr: 445,8 Mio. Euro).

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