RWTH Aachen

E-Mobil StreetScooter soll nur 5000 Euro kosten

| Redakteur: Peter Koller

Eine Allianz von RWTH-Experten und Industrieunternehmen entwickelt den StreetScooter als serientaugliches Elektroauto – das Foto zeigt Projektmitarbeiter mit Leiter Professor Dr.-Ing. Achim Kampker (3. von links). (Foto: Peter Winandy)
Eine Allianz von RWTH-Experten und Industrieunternehmen entwickelt den StreetScooter als serientaugliches Elektroauto – das Foto zeigt Projektmitarbeiter mit Leiter Professor Dr.-Ing. Achim Kampker (3. von links). (Foto: Peter Winandy)

Die RWTH Aachen bietet mit dem StreetScooter einen neuen Ansatz einer ebenso bezahlbaren wie umweltfreundlichen E-Mobilität. Eine neue Form von Elektrofahrzeug entwickelt Prof. Dr.-Ing. Achim Kampker vom Lehrstuhl für Produktionsmanagement am Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH in enger Kooperation mit der mittelständischen Industrie.

Das Konzept umfasst innovative Fahrzeugideen und Produktionsweisen wie neuartige Wege des Batteriemanagements und der -finanzierung. Rund 5.000 Euro plus Batterieleasing soll das E-Mobil made in Aachen kosten, wenn es nach einer Kleinserie von 2.000 Exemplaren in die Serienproduktion geht.

Bei den momentan auf dem Markt verfügbaren Elektrofahrzeugen handelt es sich meist um umgerüstete Modelle ausgelegt auf den konventionellen Verbrennungsmotor. Die Aachener Wissenschaftler gehen einen komplett anderen Weg: Der StreetScooter ist ein vollständig neu entwickeltes Fahrzeug, das nach den Prinzipien des Purpose-Designs konzipiert wird.

Ziel ist es, ein zuverlässiges und sicheres Auto für die urbane Nutzung zu entwickeln, das bezahlbar ist und gleichzeitig Fahrspaß bietet. Dabei bringen RWTH-Experten unterschiedlicher Disziplinen ihr Fachwissen ein. „Die Entwicklung des StreetScooters ist so nur möglich, weil wir hier an der Hochschule angefangen von allen relevanten Ingenieurdisziplinen bis zu den betriebswirtschaftlichen Kompetenzen alle Professionen haben, die für das Gesamtkonzept eine Rolle spielen“, sagt Fabian Schmitt, Leiter der Geschäftsstelle Elektromobilität der RWTH.

StreetScooter spart bei Kosten und nicht beim Know-how

Diese nutzungsorientierte Herangehensweise und die enge Zusammenarbeit mit den Industriepartnern führt zu einer Vielzahl innovativer Lösungen. Dabei hatten alle von Anfang an die Kosten im Blick.

So wird der StreetScooter über ein modulares Batteriesystem verfügen, das im Unterboden des Fahrzeugs untergebracht ist. Den Bau der Lithium-Ionen-Zellen übernimmt ein mittelständisches Unternehmen aus Lübeck.

Die Kunden können wählen, ob sie ein, zwei oder drei Batterien brauchen, die jeweils für eine Reichweite von rund 45 Kilometern sorgen. Damit passen sich die Kosten den Bedürfnissen der Verbraucher an, denn die meisten täglichen Fahrten reichen nur knapp zehn Kilometer weit. Um die Lebensdauer der Batterie oder ein fachgerechtes Recycling brauchen sich die Nutzer keine Sorgen zu machen, da die Energiespeicher geleast werden.

Auch in Sachen Komfort und Sicherheit werden die Fahrerinnen und Fahrer des StreetScooters keine Abstriche machen müssen. Das Fahrzeug ist mit zwei Front-Airbags sowie ABS und ESP ausgestattet. Mit einer Batterie-Spannung von 60 Volt besteht zudem im Falle eines Unfalls keine Gefahr für Rettungskräfte, und auch das Servicepersonal in den Werkstätten braucht keine spezielle Ausbildung.

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Sg. Damen und Herren ich sehe diese Entwicklung als äußerst interessant und sicher für den...  lesen
posted am 04.05.2011 um 15:42 von Hrur


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