Dual-Screen-Smartphones könnten bald faltbare Geräte überflügeln

| Redakteur: Johann Wiesböck

Einer aktuellen Verbraucherumfrage im Auftrag von LG zufolge könnten Dual-Screen-Smartphones bald zum neuen Trendsetter werden.
Einer aktuellen Verbraucherumfrage im Auftrag von LG zufolge könnten Dual-Screen-Smartphones bald zum neuen Trendsetter werden. (Bild: LG)

Die Idee des Dual Screens gefällt nicht nur, sondern könnte über kurz oder lang sogar faltbare Smartphones überflügeln. So lassen sich zumindest die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1.000 bundesdeutschen Verbrauchern durch die Marktforscher interpretieren.

Fast die Hälfte der Anwender würde den Dual Screen gegenüber einem faltbarem Smartphones bevorzugen, habe Marktforscher von Innofact im Auftrag von LG Electronics herausgefunden. Die generelle Idee eines Dual-Screen-Smartphones konnte gleich 71,6 Prozent der Befragten voll überzeugen. Die hohen Zustimmungswerte verteilen sich über alle Alters-, Bildungs- sowie Einkommensklassen und Geschlechtergruppen hinweg. Auch im direkten Vergleich mit den bereits seit längerem auf dem Markt befindlichen faltbaren Geräten liegt der Dual-Screen-Typus vorne.

Mit Blick auf die möglichen Anwendungsszenarien würden sich 46,2 Prozent eher für die vielfältigen Möglichkeiten des Dual Screens entscheiden als für ein faltbares Phone (37,4 Prozent) – bei den jüngeren Befragten liegt das Dual-Screen-Handy sogar mit 62,2 Prozent (gegenüber 29,4 Prozent) vorne. Dies ist besonders interessant vor dem Hintergrund, dass die Bekanntheit von faltbaren Geräten unter den Befragten mit insgesamt 50 Prozent bereits recht hoch ist im Gegensatz zu der doch noch sehr neuen Idee eines Dual Screens, das zwei separat nutzbare Bildschirme bietet.

Die Jungen chatten gern auf allen Kanälen: Interessante Erkenntnisse liefert die Umfrage auch zu den beliebtesten Multitasking-Szenarien auf einem Dual-Screen-Smartphone. Signifikante Unterschiede ergaben sich hier vor allem bei den verschiedenen Altersgruppen: Während die jüngeren Befragten von 18 bis 29 Jahren hohe Werte vergaben für das Chatten auf dem einen Screen mit gleichzeitigem Foto versenden oder Video schauen (61,2 Prozent) auf dem anderen sowie für das parallele Arbeiten auf beiden Bildschirmen mit unterschiedlichen Office-Programmen (z. B. Excel und PowerPoint oder Video-Call und Präsentation) und ebenfalls für das Navigieren mit gleichzeitigem Nutzen einer anderen App auf den zwei Bildschirmen, waren diese Multitasking-Szenarien schon bei den 30- bis 49-jährigen nicht mehr so beliebt und kamen in der Altersgruppe der 50- bis 69-jährigen auf noch geringere Zustimmungswerte.

Typische Multitasking-Aktivitäten im Business-Umfeld

Betrachtet man die Antworten aller Befragten, liegen vor allem einfache Multitasking-Szenarien – also die Möglichkeit, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen – vorne. Auch bei der Frage, mit welchem Anwendungsumfeld die Befragten ein Dual-Screen-Gerät am ehesten assoziieren, liegen Nutzungen im Business- und Arbeitsumfeld klar vorne. Als wichtigstes Nutzungsszenario wird das Schreiben von E-Mails auf einem Bildschirm bei gleichzeitiger Suche nach passenden Informationen auf dem zweiten angegeben (57,6 Prozent), auch bei den jüngeren Befragten (63,7 Prozent).

Auf den nächstwichtigsten Plätzen folgen Anwendungen, die gleichzeitig auch von älteren Nutzern zwischen 30 und 69 Jahren am häufigsten angegeben wurden: die Nutzung des zweiten Screens als großes Keyboard zum komfortablen Schreiben (46,8 Prozent), das Bearbeiten eines Dokuments auf dem einen bei gleichzeitigem Check der passenden Übersetzung auf dem zweiten Bildschirm (44,6 Prozent) sowie das Navigieren zu einem Ziel auf dem ersten bei gleichzeitiger Nutzung anderer Apps auf dem weiteren Screen, z. B. für Street View (41,6 Prozent). Weitere mögliche Anwendungsszenarien wie ein optimiertes Gaming-Erlebnis werden auch von den jüngeren Befragten momentan noch eher nachrangig bewertet, trotzdem wird Gaming als typische Anwendung von allen Befragten mit der Dual-Screen-Idee eng verknüpft.

Nur wenige signifikante Unterschiede bei Frauen und Männer

Obwohl die Umfrage insgesamt nur geringe Nutzungsunterschiede bei Männern und Frauen aufzeigt, sind einige Ergebnisse dennoch interessant: So nennen Frauen z. B. Multitasking-Szenarien wie Chatten und das gleichzeitige Versenden von Fotos signifikant häufiger (41,7 Prozent gegenüber 34,1 Prozent der befragten Männer). Auch wenn Frauen ihren Dual-Screen immer noch öfter auch für Shopping-Erlebnisse nutzen würden, etwa wenn sie mit dem ersten Screen auf ihren Social-Media-Kanälen unterwegs sind und die dort gezeigten Produkte gleichzeitig in einer Shopping-App auf dem zweiten Bildschirm recherchieren, können sich immerhin auch 20 Prozent der Männer für ein solches optimiertes Shopping-Erlebnis auf zwei Screens begeistern (gegenüber 33,3 Prozent der weiblichen Befragten).

Männer können sich mit 50,4 Prozent den zweiten Screen dagegen sehr viel häufiger als komfortables Keyboard vorstellen – bei den Frauen ist das nur für 42,4 Prozent eine der relevantesten Anwendungen. Selbst beim Anschauen von Kochvideos auf dem einen und parallelem Lesen des Rezepts auf dem anderen Bildschirm sind die Frauen mit 37,7 Prozent zwar noch knapp in der Mehrheit, aber immerhin bewerten dies auch fast 30 Prozent der Männer als mehrwertbringende Anwendung eines modernen Smartphones mit zwei separaten Screens. Der Gesamt-Report mit weiteren Details und Zahlen zur Umfrage kann über die Pressestelle von LG angefragt werden: valerie.egry@lg-one.com. Weitere Informationen zu LG finden sich unter www.lg.de.

Das OLED-Display des Galaxy Fold macht Probleme

Das OLED-Display des Galaxy Fold macht Probleme

23.04.19 - Kurz vor der offiziellen Vorstellung des Galaxy Fold von Samsung in Deutschland sind bei amerikanischen Anwendern Probleme beim faltbaren OLED-Display aufgetreten. Unter anderem mit einer vermeintlichen Schutzfolie. lesen

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 46248270 / Consumerelektronik)