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Drucktechnik: AM-OLED-Display mit Pixelgrößen von 10 µm und 300 dpi

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit einem speziellen Druckverfahren können Wissenschaftler ein AM-OLED-Display drucken, das über Pixelgrößen von 10 µm verfügt. Dabei erreichen sie eine Auflösung von 300 dpi.

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Mit dem Druckverfahren ESJET wurde ein AM-OLED-Display mit 0,5 Zoll und einer Auflösung von 300 ppi bei Pixelgrößen von 10 µm gedruckt.
Mit dem Druckverfahren ESJET wurde ein AM-OLED-Display mit 0,5 Zoll und einer Auflösung von 300 ppi bei Pixelgrößen von 10 µm gedruckt.
(Bild: Fraunhofer IAP)

Ein OLED-Display selbst drucken: Mit der Drucktechnik ESJET soll das möglich sein. Das Potsdamer Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP hat zusammen mit Partnern die Drucktechnik entwickelt. Die Pixelgröße für gedruckte AM-OLEDs lassen sich damit deutlich reduzieren. Bei einer AM-OLED handelt es sich um Aktivmatrix-OLEDs. Jedes Pixel verfügt über eine eigene Stromversorgung. Eine Hintergrundbeleuchtung ist daher nicht notwendig.

Dr. Christine Boeffel, Projektleiterin am Fraunhofer IAP: „Eines der bemerkenswerten Dinge an der Technologie ist, dass selbst bei Abständen von 25 µm Pixelgrößen von bis zu 10 µm gedruckt werden können. Für unseren Demonstrator haben wir 62.967 einzelne 10 µm breite Punkte gedruckt, um eine funktionierende Anzeige mit einer Auflösung von 300 ppi zu erstellen.“

Die beiden beteiligten Partner, Imec und TNO/Holst Centre, entwickelten AM-OLED-Backplanes und stellten sie dem Fraunhofer IAP zur Bearbeitung der OLED-Frontebene zur Verfügung. Es wurde ein hochauflösender ESJET-Druck für die Abscheidung der PEDOT: PSS-Lochinjektionsschicht implementiert, die aus dem Druck von 62.967 einzelnen 10 µm breiten Punkten auf der 0,5 Zoll breiten Aktivmatrix-Backplane bestand. Die nachfolgende Schicht des emittierenden Materials wurde im Spin-Coating-Verfahren mit anschließendem Aufdampfen der transparenten Elektrode verarbeitet.

Doch die Forscher begnügen sich nicht mit dem bisher erreichten Ziel. Sie wollen die Pixelgrößen unter der Marke von 10 µm drücken. Geplant ist, OLED-Materialien für RGB-Displays in künftigen Projekten mit 300 dpi zu drucken.

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