X-47B Drohnen-Landung auf Flugzeugträger schreibt Luftfahrtgeschichte

Redakteur: Peter Koller

Die Landung auf einem Flugzeugträger gilt als die Königsdisziplin der Fliegerei, die nur die besten Piloten beherrschen. Mit der X-47B hat nun erstmals eine unbemannte Drohne eine autonome Landung auf einem Carrier geschafft.

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Auf dem Bild ist gut zu sehen, wie sich der Fanghaken der Drohne in das Fangseil einhängt
Auf dem Bild ist gut zu sehen, wie sich der Fanghaken der Drohne in das Fangseil einhängt
( MC3 Kevin J. Steinberg)

Am 10. Juli wurde Luftfahrt- und eine Stück weit auch Elektronikgeschichte geschrieben. Eine vom Navy-Stützpunkt Patuxent River (Maryland) gestartete Experimental-Drohne vom Typ Northorp-Grumman X-47B landete etwa 113 Kilometer vor der Küste des US-Bundesstaates Virginia auf dem US-Flugzeugträger USS George H. W. Bush. Nach einem kurzen Check der Systeme wurde die X-47B per Katapultstart vom Flugdeck wieder in die Luft gebracht, um anschließend eine zweite Landung auf dem Carrier vorzunehmen.

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Die X-47B ist ein Experimentalflugzeug mit einer Spannweite von rund 19 Meter und einem Leergewicht von rund 6,3 Tonnen. Die Reichweite beträgt etwa 3900 Kilometer, die maximale Flughöhe rund 40.000 Fuß.

Sie ist für autonome Flugmanöver konzipiert, allerdings gibt es für den Einsatz auf Flugzeugträgern eine Fernsteuerung in der Art eines Wearable Computer, um die Drohne auf dem Flugdeck manuell bewegen zu können.

In Bezug auf die verwendete Technik hält sich die US-Marine naturgemäß sehr bedeckt. Bekannt ist allerdings, dass das Common Core System, das den Backbone für die beteiligten Steuersysteme und Netzwerke an Bord der X-47B stellt, mit dem Echtzeitbetriebssystem VxWorks des Embedded-Software-Spezialisten Wind River läuft.

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