Unbemannte Flugobjekte Drohne greift Objekte wie ein Adler

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Forscher der University of Pennsylvania haben eine kompakte Drohne vorgestellt, die Gegenstände direkt im Flug aufnehmen kann.

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Der Weißkopfseeadler: der Wappenvogel der USA lieferte die Idee für eine Greif-Drohne
Der Weißkopfseeadler: der Wappenvogel der USA lieferte die Idee für eine Greif-Drohne
(Bild: Alexander Messer, pixelio.de)

Das Vorbild für die Greifdrohne ist der amerikanische Weißkopfseeadler, denn der Mini-Quadrocopter stürzt wie der Beutegreifer herab und schnappt das gewünschte Objekt. Der Greifarm bewegt sich dabei so wie die Fänge des Vogels, wenn dieser Fische aus dem Wasser holt – denn so kann ja das Vorbild in schnellem Flug zupacken.

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Auf den Klauenschwenk kommt es an

Auf die Idee für ihre Greifer-Konstruktion gebracht hat die Wissenschaftler eine Videoanalyse dessen, wie Greifvögel ihre Beute packen. Adler schwingen ihre Beine und Klauen nach hinten, während sie zugreifen. Das hat den Vorteil, dass der Vogel selbst seinen Flug gar nicht abbremsen muss, die relative Geschwindigkeit zwischen Fängen und Beutetier aber dennoch fast Null ist. Durch diesen Trick können Adler sehr erfolgreich Beute greifen, was die Forscher inspiriert hat, eben dieses Prinzip mit einem Greifer für eine Drohne nachzubilden.

Die Klaue entstand in einem 3-D-Drucker

Das Team hat für einen Hummingbird-Quadrocopter des deutschen Herstellers AscTec eine Klaue mit zwei Gelenken per 3-D-Druck gefertigt und so montiert, dass sie das Schwingen der Adler-Fänge beim Zugreifen nachahmen kann. Damit ist es der Drohne bei Fluggeschwindigkeiten von bis zu drei Metern pro Sekunde gelungen, im Flug ein Testobjekt aufzuschnappen, wie das Team in Videoaufnahmen festgehalten hat. Die Flugbahn ähnelt den Forschern zufolge dabei jener, die ein Weißkopfseeadler beim Fischen beschreibt.

(Pressetext)

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