AMA Innovationspreis 2021 Drei Teams kämpfen um die begehrte Trophäe

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Zur Eröffnung der digitalen Sensor+Test am 3. Mai wird von den drei Nominierten des AMA Innovationspreises ein Gewinner gekürt. Mit dabei ein Multisensorsystem mit Cloudanbindung für Brauereien.

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In diesem Jahr kämpfen drei Nominierte für den AMA Innovationspreis. Bereits nominiert wurd das Gewinnerteam für das „Junge Unternehmen“.
In diesem Jahr kämpfen drei Nominierte für den AMA Innovationspreis. Bereits nominiert wurd das Gewinnerteam für das „Junge Unternehmen“.
(Bild: AMA)

Trotz einer digitalen Sensor+Test wird auch 2021 der Innovationspreis der AMA zur Eröffnung Anfang Mai an ein Gewinnerteam verliehen. Zum neunten Mal wird außerdem die Sonderkategorie „Junges Unternehmen“ mit einem kostenlosen digitalen Messestand auf der Sensor+Test dabei sein. Das Unternehmen muss die gültige EU-Definition für ein kleines Unternehmen erfüllen: weniger als 50 Mitarbeiter und eine Jahresbilanz/-umsatz von höchstens 10 Mio. Euro. Außerdem darf das Unternehmen nicht älter als fünf Jahre sein.

Prof. Dr. Andreas Schütze, Vorsitzender der Jury AMA Innovationspreis, hat die nominierten Teams sowie das Gewinnerteam der Sonderkategorie auf dem AMA-Fachpressetag bekannt gegeben. Hatten sich im letzten Jahr noch 38 Teams beworben, so reichten in diesem Jahr 29 Bewerber ihre Entwicklungen ein.

Davon kamen 24 aus Deutschland und fünf aus dem Ausland. Sieben Einreichungen gab es für die Sonderkategorie „Junges Unternehmen“.

Software-definiertes Radar

Das Gewinnerteam „Junges Unternehmen“ 2pi-Laps aus Bochum hat eine Sensorplattform für industrielle und wissenschaftliche Radaranwendungen entwickelt.
Das Gewinnerteam „Junges Unternehmen“ 2pi-Laps aus Bochum hat eine Sensorplattform für industrielle und wissenschaftliche Radaranwendungen entwickelt.
(Bild: AMA)

Gewinnerteam „Junges Unternehmen“: Die 2πSENSE-Technologieplattform von 2pi-Laps aus Bochum erfüllt die Anforderungen komplexer industrieller und wissenschaftlicher Radaranwendungen mit einem schnellen, Netzwerkanalysator-ähnlichen Breitband-Frequenzgangsmessungen im D-Band. Der Mehrkanal-Millimeterwellen-IC zusammen mit der flexiblen Hardware-Plattform bietet beispielsweise OPC-UA.

Das softwarebasierte Radarsystem eignet sich unter anderem für die mikrometergenaue Abstandsmessung, hochauflösende Dickenmessungen (Rohrextrusion), Radar-Imaging (NDT) oder der genauen Materialcharakterisierung (Prozesskontrolle).

Die drei Nominierten für den AMA Innovationspreis

Die Gassensorik mit dielektrischer Anregung von General Electric.
Die Gassensorik mit dielektrischer Anregung von General Electric.
(Bild: AMA)

Eine Gassensorik mit dielektrischer Anregung: General Electric aus den USA hat ein Sensor-Anregungsschema entwickelt, das eine zeitgemäße Alternative zur klassischen Widerstandsmessung darstellt. Die konventionellen halbleitenden Metalloxid-Materialien (SMOX) sind mit neuen Gassensorfähigkeiten ausgestattet.

Das dabei entwickelt Anregungsschema bietet ein lineares Gasansprechverhalten (R² > 0,99), einen dynamischen Gaskonzentrationsbereich von sechs Dekaden, eine stabile Basislinie, reduzierte Feuchtigkeitseffekte und den Ausschluss von Umgebungstemperatureffekten.

Eigenschaften von Gasen messen von First Sensor.
Eigenschaften von Gasen messen von First Sensor.
(Bild: AMA)

Um die Eigenschaften von Gasen zu messen, kombinieren die Entwickler von First Sensor einen MEMS μ-Hohlraum mit einem thermischen Durchflusssensor, um Viskosität, Dichte, Wärmekapazität und Wärmeleitfähigkeit von Gasen zu messen. Damit lassen sich schließlich bessere Aussagen über Gasgemische treffen sowie die Gaskonzentration bestimmen.

Dank der verbesserten Gascharakterisierung lassen sich Gase und Gasgemische messen, um die Leistung von thermischen Massendurchfluss-Sensoren zu verbessern. Das führt zu deutlich genaueren Durchflussmessungen.

Das Multisensorsystem von Endress+Hause für Brauereien.
Das Multisensorsystem von Endress+Hause für Brauereien.
(Bild: AMA)

Das Multisensorsystem von Endress+Hauser SE ist speziell für die Fermentation entwickelt. Die Multiparametermessung als ein cloudbasierter Sensor gibt Dichte, Viskosität, Gärgrad, Extrakt, Alkohol, Zuckerkonzentration und weiteren Parameter aus. Mit dem Gerät kann der Brauer seinen Prozess rund um die Uhr überwachen, den Verlauf protokollieren, dokumentieren und speichern. Wertvolle Prozessauswertungen wie Beginn und Ende der Gärung erfolgen über das Webinterface.

Das System basiert auf lediglich zwei Piezo-Stimmgabeln und strategisch platzierten Temperatursensoren und ist in einem hygienisch vollständig gekapselten Metallgehäuse realisiert.

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