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Drei Faktoren für den Modern Workplace in der Fertigungsindustrie

Autor / Redakteur: Robin Wittland / David Franz

Die digitale Transformation verändert die Anforderungen an jeden modernen Arbeitsplatz, doch der fortschreitende Wandel stellt manche Branchen vor besonders große Herausforderungen, eine davon ist die Fertigungsindustrie

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Um die großen Datenmengen der mitgelieferten 3D-Software direkt vor Ort verarbeiten zu können, setzt das Unternehmen Faro Europe auf Microsoft Surface Pro 4.
Um die großen Datenmengen der mitgelieferten 3D-Software direkt vor Ort verarbeiten zu können, setzt das Unternehmen Faro Europe auf Microsoft Surface Pro 4.
(Bild: Microsoft)

Die Digitalisierung der Wertschöpfungskette, Bedrohung durch globales Cyber Crime und ein zunehmend dynamischer IT-Markt treffen nicht selten auf hoffnungslos überforderte IT-Lösungen im Unternehmen. Um auch in Zukunft konkurrenzfähig bleiben zu können, gilt es ein einheitliches IT-Konzept zu verfolgen und strategisch in drei Kernbereiche zu investieren: in eine ganzheitliche IT-Sicherheit, in zeitgemäße Hard- und Softwarelösungen sowie in Tools für eine flexiblere IT-Verwaltung.

Laut einer aktuellen Umfrage geben 79 Prozent des deutschen Mittelstands an, viel Potential in darin zu sehen. Dementsprechend steigt deutschlandweit die Investitionsbereitschaft: Dreizehn Prozent der Unternehmen wollen mehr als zehn Prozent in neue Technologien, Schulungen und andere Bereiche der Digitalisierung investieren. Damit die Ausgaben einen nachhaltigen Effekt erzielen, müssen Unternehmen strategisch investieren. Hierfür lassen sich drei Faktoren identifizieren, welche für die digitale Transformation elementar sind: ganzheitliche IT-Sicherheit, zeitgemäße, produktive Hard- und Softwarelösungen sowie Tools für eine flexiblere IT-Verwaltung.

Robin Wittland: Leiter Geschäftsbereich Windows & Devices bei Microsoft Deutschland
Robin Wittland: Leiter Geschäftsbereich Windows & Devices bei Microsoft Deutschland
(Bild: Microsoft)

Faktor Sicherheit: Ganzheitliche Ansätze vs. reaktive Tools

Praktisch jedes Unternehmen muss heute davon ausgehen, angegriffen zu werden. Schadsoftware kostet der globalen Weltwirtschaft jährlich rund drei Milliarden Dollar. Obwohl die Anzahl der Angriffe und die Komplexität der Bedrohungen gestiegen sind, setzen viele Unternehmen heute immer noch auf Anti-Malware-Lösungen, die sich im Wesentlichen auf die Schutzfunktion der eigenen Endpunkte beschränken. Ein strategischer Fehler, denn moderne Angreifer verwenden oft gar keine Malware mehr. Sie setzen vor allem auf Social-Engineering-Verfahren und verschaffen sich so direkt über die Benutzer Zugriff auf sensible Daten und Berechtigungen.

Nur ein ganzheitlicher Sicherheitsansatz bietet Firmenkunden Schutz von Geräten, Identitäten, Apps und Daten sowie der Infrastruktur. Dieser darf nicht nur präventive Maßnahmen umfassen, sondern muss auch den erfolgreichen Umgang mit bereits erfolgten Angriffen in den Fokus stellen. Mit der Windows Defender Advanced Threat Protection Suite von Microsoft etwa können Unternehmenskunden hochentwickelte und gezielte Angriffe auf ihre Netzwerke erkennen, untersuchen und auf diese reagieren. Dafür nutzt Windows Defender ATP in Windows 10 integrierte, tiefgreifende Verhaltenssensoren und ein leistungsstarkes Cloud-Backend zur Sicherheitsanalyse.

Faktor Produktivität: Mobile Arbeitsweisen brauchen leistungsstarke Hardware und eine moderne Infrastruktur

Abseits von Sicherheitsthemen führt der technologische Fortschritt im Privaten auch zu einer veränderten Erwartungshaltung im Beruflichen. Arbeitnehmer wünschen sich mehr Autonomie und Souveränität bei den Themen „wie, wann und wo sie arbeiten“, um Berufs- und Privatleben besser zu vereinen. Mobile Arbeitsweisen werden auch in der Fertigungsindustrie immer mehr zum Schlüsselargument beim sogenannten „War for Talents“. Idealerweise verfügt das Unternehmen über eine einheitliche Lösung, die mobiles Arbeiten mit allen wichtigen Anwendungen über alle Plattformen und Devices unterstützt. Informationen und Dokumente liegen jederzeit synchronisiert ab, so dass die Mitarbeiter von jedem Ort und jedem Device darauf zugreifen können – ganz einfach über eine Cloud. Moderne Hardware für mobiles Arbeiten bildet hierfür die Basis. Arbeitgeber sollten die motivierende Wirkung attraktiver Hardware auf Arbeitnehmer nicht unterschätzen. Gleichzeitig benötigen Firmen eine Infrastruktur dafür, die diese Geräte mit ihrer Firmen-IT sowie den Daten und Anwendungen verbindet. Windows 10 ermöglicht dieses produktive Umfeld als einheitliche Plattform, die sowohl auf Servern sowie stationären und mobilen Geräten zuverlässig läuft.

Scannen in der Fertigung: Einsatz von mobilen Endgeräten bei der Faro GmbH

So etwa bei der Faro Europe GmbH & Co. KG. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt tragbare Koordinatenmessgeräte, 3D-Laserscanner und Software für den Einsatz in der Bausanierung und Anlagenplanung. Architektur, Bauwesen, Gebäudemanagement und Denkmalschutz profitieren von diesen 3D-Lösungen. Eine Neuentwicklung von Faro ist der tragbare 3D-Scanner namens Freestyle3D für den Einsatz in der Industrie. Um die großen Datenmengen der mitgelieferten 3D-Software direkt vor Ort verarbeiten zu können, setzt das Unternehmen auf Microsoft Surface Pro 4. Bei der Wahl spielte sowohl die Leistungsfähigkeit als auch das Design des 2in1-Geräts eine entscheidende Rolle. Die Software legt in jedem mit dem Scanner aufgenommenen Bild Objekte fest und erfasst ihre Lage im nächsten Bild. Aus dem Vergleich der Positionen zeigt sich dann, wie sich der Nutzer bewegt hat. Es entsteht ein 3D-Bild, welches sich nur auf einem sehr leistungsstarken Device abbilden lässt. Die Software verarbeitet pro Sekunde rund 10 MB an Datenvolumen und stellt gescannte Objekte in Echtzeit mit bis zu 70.000 Punkten pro Sekunde dar. Nach mehreren intensiven Tests fiel die Wahl auf Surface Pro 4, da es die hohen Anforderungen an Leistungsfähigkeit und Grafik erfüllt.

Faktor IT-Verwaltung: Simplifizierung als Leitmotiv der IT

Um Mitarbeiter zu „mobilisieren“, spielen auch Prozesse rund um die IT-Verwaltung eine wichtige Rolle. Moderne Technologien erlauben es, diese deutlich zu vereinfachen, Kosten zu minimieren und die Sicherheit zu verbessern. So macht beispielsweise Windows 10 AutoPilot das Ausrollen neuer Firmengeräte effizienter: IT-Administratoren können Rechner über die Cloud mit der jeweiligen Unternehmenskonfiguration und passenden Anwendungen ausstatten sowie Updates verwalten. Damit werden Mitarbeiter befähigt, Geräte ohne physische Präsenz der IT einzurichten und in Betrieb zu nehmen.

IDG Studie belegt: Arbeitsplatz der Zukunft ist auf dem Vormarsch

Auf dem Weg zum modernen Arbeitsplatz der Zukunft müssen sich Unternehmen aktuell noch vielen Herausforderungen stellen. Doch auch wenn die anstehenden Veränderungen in Organisation, Technologie und Kultur gewaltig sind, sie sind von zentraler Bedeutung, um auf dem Weg in die Industrie 4.0 nicht abgehängt zu werden. Eine aktuelle IDG-Studie zeigt, dass diese Notwendigkeit vielen Firmen durchaus bewusst ist: Knapp zwei Drittel der Befragten haben sich bereits auf den Weg gemacht, zumindest nach Einschätzung ihrer Mitarbeiter. Bei Unternehmen, die sich mit dem Arbeitsplatz der Zukunft beschäftigen, wird das Thema als eine der wichtigsten Herausforderungen wahrgenommen. Eine IT-Infrastruktur mit leistungsstarker, mobiler Hardware und guter Einbindung in die Unternehmens-IT kann die Unternehmen hier nachhaltig unterstützen.

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