Drahtlose Energieübertragung – der Aufreger Nummer eins

| Autor: Thomas Kuther

Thomas Kuther, Redakteur: „Smartphone & Co. sind schon lange wireless – deshalb ist jetzt auch die Zeit reif für die drahtlose Energieübertragung“
Thomas Kuther, Redakteur: „Smartphone & Co. sind schon lange wireless – deshalb ist jetzt auch die Zeit reif für die drahtlose Energieübertragung“ (Bild: ELEKTRONIKPRAXIS)

Wireless liegt derzeit voll im Trend – immer mehr Dinge gehen ins Internet und funken munter vor sich hin. Der zukünftige Mobilfunkstandard 5G wird diese Entwicklung weiter vorantreiben. Wireless ist jedoch nicht nur mobile Kommunikation, auch Energie wird zunehmend drahtlos übertragen.

Aber kaum schreiben wir darüber, herrscht Aufregung. Zuletzt geschehen, als wir über die Trends in der drahtlosen Energieübertragung berichteten. Unsere Botschaft, dass sich dank immer höherer übertragbarer Leistungen bald auch Maschinen in industriellen Anwendungen kabellos mit Strom versorgen lassen, sorgte für rege Diskussionen in unserem Forum. Das Spektrum reichte von Zweifeln an der technischen Machbarkeit („mehr als ein paar Milliwatt geht ja eh nicht“) über Ängste vor Elektrosmog bis hin zu Begeisterung darüber, dass der Kabelsalat endlich verschwinden wird.

Dazu nur so viel: Es sind durchaus mehr als ein paar Milliwatt, die sich drahtlos übertragen lassen, das hat Nikola Tesla bereits 1891 gezeigt, als er Gasentladungsröhren kabellos zum Leuchten brachte. Heute ist der vom Wireless Power Consortium (WPC) geschaffene Standard Qi zum kontaktlosen Laden von Smartphone & Co. weltweit verbreitet. Daneben gibt es Entwicklungen von WPC-Mitgliedsunternehmen zur Versorgung von Haushaltsgeräten bis etwa 65 Watt und sogar Entwicklungen, die Küchengeräte mit bis zu 2400 Watt versorgen sollen.

Auch das induktive Laden von Elektroautos ist keine Utopie mehr, zahlreiche Hersteller arbeiten derzeit daran. So hat etwa Brusa zusammen mit BMW ein System zum induktiven Laden des BMW 530e iPerformance entwickelt, mit dem sich Ladeleistungen bis 11 Kilowatt übertragen lassen und Qualcomm demonstrierte bereits vorletztes Jahr gemeinsam mit Renault auf einer 100 Meter langen Teststrecke in Frankreich, wie sich Autos bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h mit eine Ladeleistung von 20 Kilowatt versorgen lassen – das sind nur zwei Beispiele von vielen und die Technik wird immer besser!

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