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IBM Supercomputer in der Medizin Dr. Watson, bitte sofort in den OP!

| Redakteur: Peter Koller

IBM hat gemeinsam mit der Cleveland Clinic zwei Projekte gestartet, um seinen Supercomputer Watson im medizinischen Umfeld zum Einsatz zu bringen.

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Berühmt wurde Watson 2011 durch seine erfolgreiche Teilnahme an Jeopardy
Berühmt wurde Watson 2011 durch seine erfolgreiche Teilnahme an Jeopardy
(Bild: IBM Research)

Watson ist ein Supercomputer, der auf die Erkennung und Verarbeitung natürlicher Sprache hin optimiert ist. Der Rechnerverbund besteht aus 90 Power 750 Servern mit 16 TB RAM. Jeder Server besitzt einen mit 3,5 GHz getakteten Power7 8-Kern Prozessor. Berühmt wurde Watson, der nach dem IBM-Gründer Thomas J. Watson benannt ist, 2011 durch seine erfolgreiche Teilnahme an dem TV-Quiz Jeopardy.

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In einer Forschungskooperation mit dem Cleveland Clinic Lerner COllege of Medicine erprobt IBM nun den Einsatz der Watson-Technologie in der medizinischen Diagnostik. Entwickelt werden zwei Applikationen: WatsonPaths dient der Ausbildung von Ärzten. Dabei werden die Entscheidungsstrukturen, auf deren Basis Ärzte in komplizierten Fällen zu einer Diagnose kommen, in Echtzeit visualisiert, indem das System aufgrund von Fragen in natürlicher Sprache entsprechende Verweise in medizinischen Lehrbücher und Zeitschriften sucht und anzeigt.

Auf das echte Mediziner-Leben zielt die App Watson EMR Assistant. Elektronische Patienten-Informationen (Electronic Medial Records EMR) können schnell 100 Megabyte oder mehr an strukturierten und unstrukturierten Daten anfallen. Watson soll Ärzten dabei helfen, diese Daten schnell in Hinblick auf die Diagnoserelevanten Informationen zu analsysieren und zu visualisieren.

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