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Displayforum (DFF) erarbeitet Mess- und Testmethoden für Touch-Displays

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Welche Mess- und Teststandards sind notwendig, um die mechanische Beständigkeit eines elektronischen Displays zu prüfen? Das war ein Thema des Interessenverbands Displayforum (DFF). Dazu hat der Verband jetzt zwei Arbeitsgruppen gegründet.

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Touchscreen am Smartphone: Der Interessensverband Displayforum (DFF) hat zwei Arbeitsgruppen gegründet, um die mechanische Beständigkeit eines Displays auf äußere Einflüsse zu untersuchen.
Touchscreen am Smartphone: Der Interessensverband Displayforum (DFF) hat zwei Arbeitsgruppen gegründet, um die mechanische Beständigkeit eines Displays auf äußere Einflüsse zu untersuchen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Elektronische Displays finden sich heute in Industrie und in der Mobilität in den unterschiedlichsten Formen und Ausprägungen. Wer ein Display entwickelt, ist auf Hilfe angewiesen. Seit dem Jahr 2000 gibt es den industriegeführten Interessenverband Displayforum (DFF).

Die mittlerweile 95 Mitgliedsunternehmen setzen sich aus Material- und Komponentenlieferanten, Hersteller von Prozess- und Fertigungsequipment, Flachdisplayhersteller, Systemintegratoren und Distributor sowie Flachdisplay-Endanwender, Universitäten und Forschungsinstituten zusammen. Dabei haben alle Beteiligten ein Ziel vor Augen: die Stärkung der europäischen Displayindustrie. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig zum Austausch.

So auch vom 25. bis 27. September an der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim. Die Hochschule ist gleichzeitig auch die Forschungsstätte von Prof. Dr. Karlheinz Blankenbach. Er ist Vorsitzender des DFF und Professor im Bachelor-Studiengang Elektrotechnik/Informationstechnik sowie akademischer Leiter des Displaylabors an der Hochschule Pforzheim.

Nach den Worten von Blankenbach geht es vor allem darum, „neue Geschäftsfelder für die Mitglieder zu erkennen und zu erschließen.“ Im Fokus immer die Wertschöpfungskette und die damit verbundene Aus- und Weiterbildung eines Kompetenz- und Exzellenznetzwerks. So haben die Mitglieder auf ihrem letzten Treffen sich nicht nur über Fachvorträge ausgetauscht, sondern es wurden zwei Arbeitsgruppen gegründet: „Display Durability Testing Working Group“ und „Automotive OLED“.

Beständigkeit von Displays mit Touch

Während sich in der Vergangenheit die Standardisierungsarbeit des Verbandes stark auf die optischen Parameter des Displays konzentrierte, geht es in den beiden neu formierten Arbeitsgruppen um die Erarbeitung und Festlegung von Teststandards zur Prüfung der mechanischen Beständigkeit von Displays durch äußere Einflüsse. Touch-Displays werden durch die Fingerbedienung stark beansprucht. Sie nutzen sich ab, sie werden zerkratzt und es erfolgt ein permanenter Abrieb. Zudem sind sie besonderen klimatischen Bedingungen ausgesetzt.

Hier erarbeitet das DFF Mess- und Testmethoden. Die Arbeitsgruppen greifen dabei auf bestehende Standards der Automobilindustrie und der Smartphone-Hersteller zurück. „Am Ende profitiert die gesamte Industrie von den einheitlichen und vergleichbaren Testverfahren“, meint Prof. Dr. Blankenbach abschließend.

Das nächste Treffen findet am 28. und 29. Oktober in Lippstadt statt.

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