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Display-Spezialist Holitech erobert den europäischen Markt

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

In China gehört Holitech mit einem jährlichen Umsatz von knapp 4 Mrd. US-Dollar zu den Branchenriesen. In Europa will das Unternehmen an Bedeutung zulegen. Mit Thomas de Laar ist ein Branchenkenner an Bord.

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Thomas de Laar ist bei Holitech Europe Managing Director und will jetzt den europäischen Display-Markt erobern.
Thomas de Laar ist bei Holitech Europe Managing Director und will jetzt den europäischen Display-Markt erobern.
(Bild: Holitech)

Der Name Holitech zusammen mit elektronischen Displays ist in Europa noch nicht gesetzt. Dabei hat das Unternehmen mit seiner europäischen Niederlassung in Düsseldorf noch viel vor. Der aus China stammende Anbieter kann allerdings schon mit Zahlen beeindrucken: So liegt der Umsatz des Unternehmens auf dem chinesischen Markt bei 3,5 Mrd. US-Dollar im Jahr und ungefähr 25.000 Mitarbeitern. Dort unterhält das Unternehmen 40 Fabriken.

Zurück zum europäischen Markt: Mit Thomas de Laar als Managing Director führt jetzt ein erfahrener Kenner der Embedded-Branche die europäische Mannschaft des chinesischen Herstellers für Mensch-Maschine-Schnittstellen. De Laar ist seit 2018 bei Holitech Europe und war in seiner bisherigen Position als Director Business Development für die Entwicklung der Marke in Europa zuständig.

Stark bei den E-Ink-Displays

In der Display-Branche ist de Laar kein Unbekannter: Vor Holitech war er bei Tianma Europe, ebenfalls ein chinesischer Display-Anbieter. Weitere Stationen in seiner Karriere waren fünf Jahre bei Renesas und vier Jahre bei NEC Electronics.

Zu den Fokusprodukten des europäischen Marktes gehören Mono-Displays (passive Displays), TFTs, E-Paper, Touchscreens, kompakte Kameramodule für die Integration in das Display, Module mit eingebautem Fingerprint-Sensor und Module mit Wireless-Charging-Funktion.

Interessant ist das Geschäft mit den E-Ink-Displays: Hier unterhält Holitech eine strategische Partnerschaft mit E-Ink. Als Anwendungen kommen hier Preisschilder für den Einzel- und Großhandel in Frage, die sogenannten ESL-Displays (Electronic Shelf Label). Geplant sind aber auch E-Ink-Displays für den Öffentlichen Nahverkehr, um Fahrpläne und Abfahrtszeiten anzuzeigen.

Hybrid-Schalter für den Automobilbau

Einen weiteren strategisch wichtigen Markt sieht de Laar im Automobilbau. Hier gibt es den Trend zu sogenannten Hybrid-Schaltern, also mechanische Schalter, die in das Display integriert sind. Neben diesen beiden Geschäftsfeldern ist Holitech Europe der exklusive Vertriebs- und Supportkanal für europäische Kunden. Zu den Spezialitäten gehören Displays für die Industrie in den Maßen 1,3 bis 7 Zoll.

„Wir wollen uns noch stärker als strategischer Partner und Systemlieferant am europäischen Markt positionieren. Hier in Europa wollen wir die Marke mittelfristig zu einer festen Nummer etablieren, wenn es um Mensch-Maschine-Schnittstellen im Allgemeinen und angepasste Display-Anwendungen im Speziellen geht“, fasste es Thomas de Laar abschließend zusammen.

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