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Super-Laser POLARIS Dioden-gepumter Laser schafft mehr als 50 Joule

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Wissenschaftler konnten das aktuell leistungsstärkste Lasersystem der Welt, den POLARIS, noch einmal verbessern. Jetzt erreicht dieser eine Pulsenergie von über 50 Joule.

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Mehr Pulsenergie eines vollständig Dioden-gepumten Lasersystems: POLARIS schafft mehr als 50 Joule.
Mehr Pulsenergie eines vollständig Dioden-gepumten Lasersystems: POLARIS schafft mehr als 50 Joule.
(Bild: Jan-Peter Kasper)

Das aktuell leistungsstärkste, vollständig Dioden-gepumpte Lasersystem konnten Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität aus Jena noch einmal verbessern. Mit POARIS konnte jetzt eine Pulsenergie von über 50 Joule generiert werden, das ist um Faktor drei höher als bisher. 50 Joule - so viel Energie muss man aufwenden, um einen 500 g schweren Gegenstand etwa zehn Meter anzuheben; um die Temperatur von einem Glas Wasser um ein Grad zu erhöhen, benötigt man jedoch bereits 17 Mal so viel Energie. Für einen Hochleistungslaser wie POLARIS klingen 50 Joule daher zunächst eher bescheiden.

„Doch diese Energiemenge wird von unserem Laser in einem winzigen Zeitfenster freigesetzt“, verdeutlicht Malte Kaluza vom Institut für Optik und Quantenelektronik der Universität Jena. Die Laserpulse haben eine Dauer von gerade einmal 120 Femtosekunden. Eine Femtosekunde ist der millionste Teil eines Milliardstels einer Sekunde, erreicht der Laser damit eine Spitzenleistung von mehreren hundert Terawatt. Das ist ein Vielfaches der elektrischen Leistung, die weltweit produziert wird.

Viele Details sind verbessert worden

Die Leistungssteigerung ist das Ergebnis einer monatelangen Entwicklung. „Der wesentliche Aufbau des Lasers ist zwar unverändert, doch viele kleine Details konnten entscheidend verbessert werden“, unterstreicht Kaluza. Ermöglicht wurden die jetzigen Ergebnisse unter anderem durch eine jahrelange Kooperation mit der lokalen Optikindustrie - vor allem mit der Jenoptik AG, der Lastronics GmbH, der Hellma Materials GmbH und der Layertec GmbH - die einige Kernkomponenten des Lasers geliefert haben.

In dem letzten und größten Verstärker von POLARIS kommt jetzt zum Beispiel mit Ytterbium dotiertes Kalzium-Fluorid zum Einsatz. Auch die optischen Beschichtungen der vom Laser stark beanspruchten Materialien sind immer weiter optimiert worden. „Alle kleinen Veränderungen zusammengenommen, ermöglichen jetzt eine wesentlich höhere Laserenergie“, freut sich Kaluza. Der Laserphysiker deutet aber auch an, dass bei den gegenwärtig erreichten 54,16 Joule für ihn noch lange nicht Schluss ist.

Pulsdauer auf unter 100 Femtosekunden senken

Als nächsten Entwicklungsschritt plant der Inhaber des Lehrstuhls für Experimentalphysik und Relativistische Laserphysik nun, die Pulsdauer noch weiter zu verkürzen. Bis auf 100 Femtosekunden wolle man diese minimieren. Dabei sei die stetige Steigerung der Laserleistung jedoch kein Selbstzweck. „Uns geht es nicht um immer neue Rekorde“, sagt Kaluza. Ziel der Entwicklung sei es vielmehr, das Lasersystem für konkrete Anwendungen nutzbar zu machen. Vor allem als Teilchenbeschleuniger soll der Laser in Zukunft zum Einsatz kommen.

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