Digitalisierung steigert Innovationsfähigkeit

| Autor: Heidemarie Schuster

Laut der Lünendonk-Umfrage steigert die Digitalisierung die Möglichkeiten für innovative Geschäftsmodelle, Produkte & Services.
Laut der Lünendonk-Umfrage steigert die Digitalisierung die Möglichkeiten für innovative Geschäftsmodelle, Produkte & Services. (Bild: © stadtratte - stock.adobe.com)

Eine Lünendonk-Umfrage hat ergeben, dass in Zukunft kreative Konzepte altbewährte Geschäftsmodelle, Produkte und Services hinterfragen und neu definieren. Besonders innovative Unternehmen haben die Nase vorne. Durch die Digitalisierung ergeben sich verstärkt Chancen zur Steigerung der Innovationsfähigkeit, sodass mit einer Zunahme an neuen Geschäftsideen gerechnet werden kann.

Innovation betrifft nicht nur Großunternehmen und Konzerne mit großen Budgets. Auch Kleinunternehmen und der für Deutschland wichtige Mittelstand haben die Möglichkeit, durch Innovation neue Potenziale für ihr Geschäft zu schaffen. Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder hat dazu im Rahmen der Studie „Innovative Geschäftsmodelle, Produkte & Services – Wie Unternehmen neue Umsatzpotenziale im Rahmen der Digitalisierung erschließen“ den Markt analysiert. Die Umfrage liefert Antworten darauf, welche Maßnahmen Unternehmen bereits heute ergreifen, um innovativ zu sein, welche Hürden es zu überwinden gibt und welche Folgen sich daraus für ihre Mitarbeiter ergeben.

Umsatzsteigerung ist höchstes Ziel

Auf die Frage, welche Ziele Unternehmen überhaupt mit digitalen Innovationen verfolgen, wurde als wichtigstes Ziel die Umsatzsteigerung genannt, gefolgt von der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und der Kostensenkung beziehungsweise Effizienzsteigerung. Für die befragten Unternehmen aus der Branche Manufacturing stellen Qualitätsverbesserungen einen weiteren wichtigen Faktor für die Investition in Innovation dar, wohingegen eher defensiv ausgerichtete Unternehmen wie Energieversorger Kostensenkungen und eine bessere Kundenbindung anvisieren.

Dass Innovation und Veränderung sowohl positive als auch negative Aspekte mit sich bringen, haben Mitarbeiter der analysierten Unternehmen erkannt. So geben 26 Prozent der Studienteilnehmer an, dass die Belegschaft die Digitalisierung als großen bis mittleren Verunsicherungsfaktor sieht. Dieser Verunsicherung müssen Lünendonk zufolge Unternehmen durch die Entwicklung von klaren Visionen entgegentreten, um Mitarbeitern die Chancen der Digitalisierung aufzuzeigen und gemeinsam den Weg der Digitalen Transformation zu beschreiten. Flache Hierarchie und höhere Transparenz sind weitere Rahmenbedingungen zur Verringerung der Vorbehalte.

Agile Arbeitsmethoden

Agile Arbeitsmethoden rund um Scrum und DevOps erfreuen sich einer hohen Aufmerksamkeit und liegen im Trend. 95 Prozent der Befragten sind von agilen Arbeitsmethoden überzeugt. Vor allem erhoffen sich Unternehmen dadurch eine bessere Qualität der Projektergebnisse, gefolgt von der Zeiteinsparung.

„Die kurzen Abstimmungs- und Iterationsschleifen bei der Entwicklung von Software und Produkten helfen dabei, dass die Qualität der Arbeit oder besser gesagt der Nutzen für den Anwender, ob intern oder extern, bereits in der Entwicklung kontinuierlich geprüft wird“, sagt Jonas Lünendonk, Studienleiter und geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk & Hossenfelder. Innovationen werden jedoch nicht immer innerhalb des bestehenden Unternehmens entwickelt. 41 Prozent der Studienteilnehmer geben an, eigene Organisations- oder Digitaleinheiten gegründet zu haben, in denen an digitalen Innovationen gearbeitet wird.

Externe Partner

Um von einer innovativen Idee zu einem ausgereiften Produkt zu gelangen, gilt es, den Anforderungen des Markts zu entsprechen. „Open Innovation, also das Einbeziehen von externen Personen oder Institutionen in den Innovationsprozess, ist eine erfolgreiche Maßnahme, die Digitale Transformation und Innovation voranzutreiben“, so Jonas Lünendonk. 83 Prozent der Studienteilnehmer sehen den Knowhow-Transfer als Beweggrund für die Zusammenarbeit mit externen Partnern. Bei der Auswahl des richtigen Partners haben viele Unternehmen jedoch Schwierigkeiten. Die Befragung zeigt, dass insbesondere Universitäten, Forschungsinstitute und Startups für die Zusammenarbeit geeignet sind und in der Vergangenheit sehr zufriedenstellende Ergebnisse hervorbrachten. Eine grundsätzliche Offenheit lohnt sich daher: 94 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass die Zusammenarbeit erfolgreich war und daraus marktfähige Produkte und Services entstanden sind.

Mitarbeiterkompetenzen

Sowohl für die Entwicklung als auch die Akzeptanz digitaler Innovationen ergibt sich ein Wandel der notwendigen Skills und Kompetenzen für Mitarbeiter. Für 94 Prozent der Befragungspersonen werden Kommunikationskompetenzen in Zukunft wichtiger. Auf dem zweiten Platz rangiert die Fähigkeit für Datenanalyse und Dateninterpretation, gefolgt vom Faktor Kreativität/Querdenken. Es zeigt sich somit, dass nicht nur klassische Informatik- oder Programmierkenntnisse zum Aufbau eines digitalen Mindsets gefragt sind. 88 Prozent der Unternehmen greifen dabei auf interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen zurück. Auch die Rekrutierung neuer Mitarbeiter mit den entsprechenden Fähigkeiten ist ein häufig genutzter Weg zur Gewinnung digitaler Skills. Allerdings ist diese Maßnahme aufgrund des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels nicht ohne Hindernisse.

Über die Studie

Für die Lünendonk-Studie 2019 „Innovative Geschäftsmodelle, Produkte & Services – Wie Unternehmen neue Umsatzpotenziale im Rahmen der Digitalisierung erschließen“ wurden 80 Unternehmen befragt – 45 Prozent der Befragten gehören dabei der ersten Führungsebene an. Die Analyse entstand in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Detecon Consulting, EY und ROI Management Consulting.

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Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal IT Business.

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